Kein Punsch, kein Glühwein, keine adventlichen Musikeinlagen, keine Hütten: Der traditionelle Weihnachtsmarkt im Hof des Bischofschlosses sowie der parallel dazu geplante Adventsmarkt auf dem Marktplatz sind coronabedingt abgesagt. Laut Lucie Fieber, Geschäftsführerin Markdorf Marketing, ist bereits alles durchgeplant gewesen, ehe die erneut verschärften Einschränkungen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht haben.

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Als Ersatz gibt es einen „Markdorfer Adventskalender„ vom 1. bis 24. Dezember, wobei Mitglieder der Aktionsgemeinschaft, Einzelhändler und Unternehmer mitwirken. Im Markdorfer Adventskalender stecken laut Fieber ein guter Monat Organisation, Vorbereitung und Absprachen mit den Mitwirkenden. „Jeden Tag gibt es ein anderes Angebot“, blickt Fieber voraus. „Parallel zum Adventskalender läuft die Aktion ‚weihnachtliches Markdorf‚, Einzelhändler können Tannen bestellen, die am Montag vor dem ersten Advent geliefert werden.“

Kindergärten mit Basteleien eingebunden

Und es sind Kindergärten eingebunden. „Mädchen und Buben machen Basteleien, mit denen die Tannen geschmückt werden. Es soll einfach ein ansprechendes Ambiente entstehen, Beleuchtungen in die Stadt gebracht und der Gemeinschaftssinn gefördert werden.“

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„Ausgehend von den gemachten Erfahrungen bei den Aktionstagen ‚Kunst im Schlosshof‚ bin ich lange davon ausgegangen, dass der Weihnachtsmarkt im Schlosshof bei einer Begrenzung von maximal 100 Besuchern machbar gewesen wäre“, berichtet Fieber. Sie habe das Areal ausgemessen und einen Plan mit Verteilung der Tische und Bänke, zwei Hütten, Märchenwald und rund 20 Tannen erstellt, damit die Abstands- und Hygienevorschriften hätten eingehalten werden können. Eine Art Ringverkehr mit Zugang zum Schlosshof von der Marktstraße aus mit Einlasskontrolle sowie obligatorischer Kontaktdatenerfassung und den Schlossweg als Ausgang.

Auch der Adventsmarkt mit zwölf Angeboten und Kinderkarussell auf dem Marktplatz ist durchgeplant gewesen. Hierzu hat Fieber Markus Fetscher kontaktiert, der im Sommer den Streetfood-Markt veranstaltete.

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Die Erfahrungen hieraus sollten auf den Adventsmarkt übertragen werden. „Beim Streetfood-Markt waren an zwei Tagen rund 6000 Besucher, maximal 400 Personen gleichzeitig auf dem Areal“, berichtet Fieber. Mittels 3D-Kameras und automatisiertem Zählsystem mit Ampelregelung „Rot – Grün“ sei diese Veranstaltung komplett coronakonform über die Bühne gegangen. „Lange hieß das Motto ‚Die Hoffnung stirbt zuletzt‘ “, erzählt Fieber. Dann wegen des Infektionsgeschehens und daraus resultierenden, verschärften Einschränkungen das Aus.