Als ob das Wetter Mitleid mit den erlebnisentwöhnten Besuchern gehabt hätte: Pünktlich zum Schluss des Konzerts mit der Markdorfer Indie-Band „Pause“ und „Jürgen Waidele & Friends“ aus Konstanz beim Kultursommer am Samstagabend auf dem Marktplatz, begann es zu regnen.

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Zuvor genossen die Zuschauer aber die zwei Formationen und folgten dem Tipp „Schalten Sie vom Alltag ab und lassen sich treiben“. Und das alles zum Nulltarif: Bund-Kulturstiftung, Bodenseekreis, die Stadt Markdorf und die Tourismusgemeinschaft hatte es möglich gemacht, dass die Konzerte ohne Eintritt zu bezahlen, besucht werden konnten.

Zurückhaltung bei den Besuchern

Zunächst etwas verhalten, bedingt durch die etwas andere Art des Zuhörens mit nach Corona-Regeln ausgerichteten Hygienevorschriften – und weil sie das Feiern schlicht nicht mehr gewöhnt waren. So sah es auch Sarah Foh aus Markdorf. „Die Stimmung ist entspannt, aber die Leute sind ein bisschen gehemmt. Das ist aber gut, sonst würden wir uns nicht wohlfühlen.“

Endlich wieder mal ein Konzert! Darüber freute sich das Markdorfer Publikum.
Endlich wieder mal ein Konzert! Darüber freute sich das Markdorfer Publikum. | Bild: Christiane Keutner

Hochachtung für die Organisatoren

Die Aufstellung von Tischen und Bänken habe das Ganze etwas eingebremst, meinte auch Thomas Schmauder, aber, so Sarah Foh, sei dies ein gangbarer Weg, wie man Konzerte und Spaß trotz Corona haben könne. Wenn die Leute wieder dicht an dicht stehen würden, wären sie wieder gegangen. Hochachtung zollten sie den Organisatoren, die die Hoffnung nicht verloren hatten, dass das Konzert stattfinden konnte.

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„Pause“ überzeugt mit Eigenkreationen und pfiffiger Musik

Und das bot viel: „Pause“ – diesmal noch mit Raphael Allgöver, Bass, als fünften Mann, machte ihrem Namen alle Ehre: Sie bot Entspannung mit einem Mix von Eigenkreationen aus Alternativ-Pop, Folk und Jazz, mit zum Nachdenken anregenden Texten, versetzte die Leute aber auch mit spaßigen und außergewöhnlichen Texten und pfiffiger Musik in Stimmung.

„Jürgen Waidele & Friends“ nehmen Besucher für sich ein

Als Gegenpol „Jürgen Waidele & Friends“: Seit 30 bis 40 Jahren ein Team, wussten sie souverän, aber mit nicht nachlassender Spielfreude und Temperament, alle Besucher in der für sie ganz eigenen Art für sich einzunehmen: Zuletzt gingen einige doch aus sich heraus und tanzten zu Soul, Pop und Jazz.

Saxofonist Arno Haas und Gitarrist und Sänger Ed Schwarz sind zwei der fünf im Team von „Jürgen Waidele & Friends“, das beim Markdorfer Kultursommer die Besucher von den Bänken riss.
Saxofonist Arno Haas und Gitarrist und Sänger Ed Schwarz sind zwei der fünf im Team von „Jürgen Waidele & Friends“, das beim Markdorfer Kultursommer die Besucher von den Bänken riss. | Bild: Christiane Keutner