Zwei Jahre Corona haben auch in der städtischen Jugendarbeit ihre Spuren hinterlassen. So mussten die Planungen für einen Jugendgemeinderat in November 2020 auf Eis gelegt werden, nachdem es kaum möglich war, mit Jugendlichen in persönlichen Kontakt zu treten und sie für das Projekt zu begeistern.

Seit einigen Monaten gibt es einen informellen Jugendgemeinderat, in dem sich eine feste Gruppe von Jugendlichen engagiert. Sie haben sich zum Beispiel 2021 dafür eingesetzt, dass es in Markdorf wieder mehr Treffpunkte für Jugendliche geben wird.

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Doch auch innerhalb diese Gruppe hat es einen Umbruch gegeben, da einige Mitglieder nun ihr Abitur gemacht haben und aufgrund von Studium und Auslandsaufenthalt nicht mehr vor Ort sind. „Das ist natürlich schade, aber ein ganz normaler Prozess“, sagt Jan Münzer, städtischer Jugendbeauftragter.

Welche Wünsche und Erwartungen haben Jugendliche?

Die Einführung eines offiziellen Jugendgemeinderates soll unter den derzeitigen Bedingungen erstmal keine Priorität haben. Jetzt ginge es laut Jan Münzer darum, wieder mit Jugendlichen in Kontakt zu treten und ihnen ein niederschwelliges Angebot zu machen, wie sie sich beteiligen können. Welche Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen haben sie? „Das Jugendforum soll für Jugendliche eine Möglichkeit bilden zu sagen, was sie in Markdorf gut finden und was ihnen weniger gefällt“, sagt Münzer. Die Jugendlichen sollen mitreden wollen und mitentscheiden können.

Jan Münzer, städtischer Jugendbeauftragter, hat das Jugendforum mit seinem Team vorbereitet.
Jan Münzer, städtischer Jugendbeauftragter, hat das Jugendforum mit seinem Team vorbereitet. | Bild: Jörg Büsche

Anmeldung für Jugendforum läuft

Das Jugendforum findet am Samstag, 19. März von 14 bis 18 Uhr in der Stadthalle statt. Es dient den Jugendlichen als Sprachrohr gegenüber Gemeinderat und Verwaltung. Neben Jan Münzer, der die Veranstaltung mit seinem Kollegen Daniel Lenz aus Langenargen moderieren wird, und seinem Team vom städtischen Jugendreferat sind Mitglieder der Jugendgemeinderatsgruppe und Bürgermeister Georg Riedmann in der Stadthalle. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 80 beschränkt, noch gibt es freie Plätze. Zur Anmeldung auf der Homepage der Stadt Markdorf geht es hier.

An diesem Nachmittag sollen verschiedene Themen gesammelt und dann in Arbeitsgruppen vertieft werden. Es werden keine Themen vorgegeben, die Jugendlichen sollen sich mit ihren Vorschlägen und Ideen selbst einbringen. Ziel sei es laut Jan Münzer, nach dem Jugendforum einige Themen konkret anzugehen und umzusetzen.

Bei der Gestaltung der neuen Trendsportanlage, die von 8 Uhr bis 22 Uhr täglich geöffnet ist, hatten Jugendliche Mitspracherecht.
Bei der Gestaltung der neuen Trendsportanlage, die von 8 Uhr bis 22 Uhr täglich geöffnet ist, hatten Jugendliche Mitspracherecht. | Bild: Jörg Büsche

Treffpunkte und Trendsportanlage: Beteiligung zahlt sich aus

Dass Jugendliche mit ihrem Einsatz etwas bewirken können, zeigt sich bei den Treffpunkten. Hier musste noch einiges mit dem Landratsamt geklärt werden. Jetzt können erste Bänke und Tische an den drei ausgesuchten Orten aufgestellt werden, wie Jan Münzer mitteilt. Und auch die neue Trendsportanlage sei ein gelungenes Beispiel für Jugendbeteiligung.