Das innenstadtnahe Wohngebiet hinter der Pestalozzischule den Hang hinauf wird weiter verdichtet werden. Nachdem der Bauträger Betz und Weber im vergangenen Jahr seine beiden Mehrfamilienhäuser an der Ecke Tulpenweg/Bruggergasse fertiggestellt hatte, soll nun am anderen Ende des Tulpenweges, an der Ecke zur Straße Am Neusatz, ein weiteres Mehrfamilienhausvorhaben realisiert werden.

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Geplant ist ein Haus mit acht Wohneinheiten und einer Tiefgarage für 13 Stellplätze. Dafür müssen die beiden bestehenden Wohnhäuser abgerissen werden. Der Technische Ausschuss stimmte bei zwei Enthaltungen von Uwe Achilles (SPD) und Erich Wild (CDU) dem Bauantrag mehrheitlich zu.

Terrassen und Balkone überschreiten Baufenster

Für die Zustimmung waren Befreiungen nötig: Sowohl geplante Terrassen und Balkone wie auch ein Fahrradabstellplatz würden das Baufenster im Norden wie im Süden überschreiten. Auch für die Tiefgarage musste wegen Überschreiten des Baufensters eine Ausnahme gemacht werden.

Eines der beiden Acht-Parteien-Häuser von Betz und Weber an der Ecke Tulpenweg/Bruggergasse. Weil dafür bereits etliche Befreiungen ausgesprochen wurden, empfahl die Verwaltung nun auch ähnliche Befreiungen für das Neubauvorhaben am anderen Ende des Tulpenwegs.
Eines der beiden Acht-Parteien-Häuser von Betz und Weber an der Ecke Tulpenweg/Bruggergasse. Weil dafür bereits etliche Befreiungen ausgesprochen wurden, empfahl die Verwaltung nun auch ähnliche Befreiungen für das Neubauvorhaben am anderen Ende des Tulpenwegs. | Bild: Grupp, Helmar

Die Balkone waren Achilles ein Dorn im Auge: Er plädierte für eine Reduzierung der Balkone und Terrassen, zumal sie von den künftigen Bewohnern auch „eingehaust“ werden können, etwa in der Art von Wintergärten. Für seinen entsprechenden Antrag gab es aber keine Mehrheit. Lediglich Wild und Bernd Brielmayer (CDU) stimmten mit Achilles.

Befreiungen gab es auch schon fürs Betz-und-Weber-Projekt

Bauamtsleiter Michael Schlegel verwies darauf, dass es entsprechende Befreiungen bereits auch schon für den Betz-und-Weber-Neubau gegeben habe. Natürlich habe dieser Fall auch Präzedenzauswirkungen auf künftige Bauanträge. Ungeteilte Zustimmung signalisierte CDU-Rat Alfons Viellieber. „Ich habe kein Problem mit dem Antrag, wir müssen auch verdichten, das ist ein Zeichen der Zeit“, sagte er.

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Auch Joachim Mutschler stimmte für die UWG-Fraktion zu. Die UWG sei zwar nicht für „Verdichtung um jeden Preis“, aber in diesem Fall könne seine Fraktion zustimmen, auch wenn Balkone und Terrassen über das Baufenster hinausreichen würden. Erforderlich wäre noch ein Spielplatz. Dessen Nachweis werde man im Zuge des Genehmigungsverfahrens prüfen, sagte Schlegel.