Bei der Hauptversammlung der Narrenzunft Guggenbichler waren nur lachende Gesichter zu sehen: Offensichtlich freuten sich alle, nach so langer Zeit wieder zusammenzukommen. Die Versammlung wurde auf dem Ittendorfer Sportplatz im Freien abgehalten.

„Ich erzähle euch mal aus der Vergangenheit, vielleicht könnt ihr euch daran erinnern, was Fasnet mal war“, eröffnete Zunftmeister Michael Finkenzeller die Versammlung ironisch. Die Zunft habe Glück gehabt, in den Jahren 2019 und 2020 gut gewirtschaftet zu haben. „Da unsere anderen Veranstaltungen nach der Fasnet 2020 alle ausgefallen sind, waren die Einnahmen des Open-Air-Konzerts ein sehr wichtiges Fundament“, erklärte er.

Kassierer Oliver Seifried konnte auf einen positiven Kassenstand verweisen. Besonders erfreulich sei gewesen, dass der Verein aus einem Corona-Soforthilfetopf zwei Zahlungen erhalten habe, die die Einnahmeausfälle etwas abgefedert hätten. Dank der Einnahmen beim Open-Air-Konzert in Markdorf habe man einen gesunden Puffer für die Vereinskasse erhalten.

Zunftmeister Finkenzeller verwies darauf, dass der Verein einige Einladungen von befreundeten Narrenzünften für die Fasnet 2022 erhalten habe: „Wir sind da bisher zurückhaltend mit Zusagen, da wir in keine Glaskugel schauen können und auch unser Verband noch nicht sagen kann, ob und wie wir die Fasnet feiern können.“ In seinen Grußworten forderte der stellvertretende Ortsvorsteher Thomas Braun die Narrenzunft auf, sich bei der Dorfentwicklung einzubringen. „Das werden wir auf jeden Fall tun, da wir uns künftig Gedanken machen müssen, wo ein Dorf- und Festplatz entstehen könnte und wo wir unseren Narrenbaum stellen“, versicherte Finkenzeller.

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Schriftführer Thomas Schröder freute sich über eine stabile Mitgliederzahl, die sich in 127 aktiven Mitgliedern sowie 34 Kindern unter zwölf Jahren widerspiegelt. Schröder ging auch auf die innovativen Ideen ein, die im Corona-Lockdown entstanden sind: „Wir haben uns digitalisiert, hatten somit lustige Online-Fahrten, eine berauschende Weihnachtsfeier, ein lustiges Narrenbaumbingo und wie der Narrenbaum real an seinen echten Platz gekommen ist, das weiß bis heute keiner“, berichtete er mit Augenzwinkern.