Die Mitglieder der Markdorfer Feuerwehr bekommen rückwirkend zum 1. Januar höhere Aufwandsentschädigungen. Mit diesem einstimmigen Beschluss folgte der Gemeinderat einer Empfehlung des Gemeindetages, der einen Stundensatz von elf bis 16 Euro vorgegeben hatte. Im Landkreis hatten sich die Bürgermeister bereits auf einen einheitlichen Stundensatz von 15 Euro abgestimmt. In Markdorf lag der Stundensatz bislang bei zwölf Euro. Der Feuerwehrausschuss hatte, um der Stadt entgegenzukommen, die Erhöhung rückwirkend erst auf den Mai vorgeschlagen. Auf Vorstoß von SPD-Chef Uwe Achilles und mit Zustimmung aller Fraktionen wurde die Erhöhung jedoch mit Wirkung zum Jahresbeginn beschlossen.

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Auch Funktionsträger werden besser entschädigt

Ebenfalls erhöht werden die seit 2015 gültigen zusätzlichen Entschädigungen für Funktionsträger der Markdorfer Wehr. So erhalten die Abteilungskommandanten von Riedheim (bisher 600) und Ittendorf (bisher 500) künftig 1200 Euro pro Jahr, deren Stellvertreter 600 Euro jährlich (in Riedheim waren es bislang 300, in Ittendorf 250 Euro). Der Jugendfeuerwehrwart erhält künftig 720 Euro (bisher 450), sein Stellvertreter erstmals 360 Euro. Erstmals bekommt auch die Tambourmajorin des Spielmanns- und Fanfarenzuges, Nicole Bodenmüller, eine Entschädigung von 350 Euro jährlich. Die Entschädigungen steigen damit jährlich von 16 900 Euro auf 19 800 Euro jährlich, hierzu zählen auch die Entschädigungen für den Gesamtkommandanten Daniel Kneule und seine Stellvertreter.

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Refinanzierung durch Erhöhung bei den kostenpflichtigen Einsätzen

Kneule erläuterte die Details der neuen Feuerwehrentschädigungssatzung im Rat. Für die Führungsspitze der Gesamtwehr habe man keine Erhöhung ins Auge gefasst. „Für uns sehen wir keinen Bedarf“, sagte er. Dadurch, dass auch die Kostenersätze für kostenpflichtige Einsätze (etwa Ölunfälle oder Tierrettungen) von 17,50 Euro/Stunde auf 28,50 Euro erhöht werden und die Stadt so mit künftig jährlich rund 21 400 Euro an Einnahmen rechnen könne, refinanzieren sich die erhöhten Entschädigungen wieder. Die Redner aller Fraktionen würdigten den ehrenamtliche Einsatz der Wehrleute.