Der nächste Schritt für die neue Turnhalle an der Gretser-Schule: Der Technische Ausschuss hat einstimmig für eine Befreiung vom Bebauungsplan auf der Wiese des Schulgrundstücks votiert. Die Bauanträge für die neue Sporthalle, die Technikzentrale und die beiden neuen Fachklassenräume der Jakob-Gretser-Grundschule nahm er zur Kenntnis. Der Komplex soll auf der Freifläche im Osten der Schule errichtet werden. „Das Baufeld im Bebauungsplan Garwieden wird nur sehr geringfügig überschritten“, erläuterte Bauamtsleiter Michael Schlegel.

Rücksicht auf die Nachbarn

Insgesamt, so Schlegel, sei man mit der neuen Halle so weit wie möglich abgerückt von der das Schulgelände umgebenden Bebauung, sowohl in Richtung Süden als auch in westliche Richtung.

Das könnte Sie auch interessieren

Wegen möglicher Lärmbelästigungen für die Nachbarschaft besorgt, erkundigte sich FW-Rat Arnold Holstein nach dem Belüftungssystem in der Halle und ob dies das Öffnen von Fenstern und Türen überflüssig mache. Lärmemissionen aus offenen Fenstern und Türen fielen nun weg, versicherte Schlegel. Die Stadt befinde sich nach wie vor im Gespräch mit den Nachbarn, sagte er.

In zwei Jahren soll auf dieser Freifläche die neue Einfeld-Turnhalle der Jakob-Gretser-Grundschule entstehen. Im Hintergrund ist die Gretser-Schule zu sehen, die größte Grundschule im Bodenseekreis.
In zwei Jahren soll auf dieser Freifläche die neue Einfeld-Turnhalle der Jakob-Gretser-Grundschule entstehen. Im Hintergrund ist die Gretser-Schule zu sehen, die größte Grundschule im Bodenseekreis. | Bild: Jörg Büsche

Nach der Transparenz des Gebäudes fragte Martina Koners-Kannegießer (CDU). Die Durchsicht werde laut Schlegel etwas gemindert, weil im unteren Bereich der nach Süden weisenden Gebäudefront nun doch kein Glas sein dürfe. Der Grund: Im Sportunterricht soll die Halle nicht nur längs, sondern auch quer mit Bällen bespielt werden können. Eine solche Nutzung sei aus Sicherheitsgründen aber nicht gegen Fensterflächen möglich.

Sicherheit vor Seesicht

„Das gebietet der Unfallschutz“, kommentierte Andreas Geiger die fensterlose Lösung. Auch dem Grundschulrektor hätte der unverstellte Blick auf See und Berge besser gefallen. Sicherheit habe aber Priorität. Und die Sportlehrer der Schule seien sich einig, dass es wichtig sei, die Halle auch von mehreren Lerngruppen gleichzeitig nutzen lassen zu können. Daher der Verzicht auf Durchsicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Andere Kompromisse beim Hallen-Neubau würden vom Finanzrahmen bestimmt, so Geiger. „Die ursprünglichen Pläne haben uns schon gut gefallen“ bezog er sich auf das vom Rat zurückgenommene wesentlich üppiger ausgefallene Doppel-Sporthallen-Konzept. Insgesamt aber zeigt sich der Rektor zufrieden mit den Hallen-Plänen und der Einbeziehung des Kollegiums.