„Natürlich treffen die signifikanten Anstiege im Bereich sämtlicher Energiekosten auch unsere gemeinnützige Einrichtung. Wir als Werkstatt für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen stehen, wie vermutlich aktuell alle Unternehmen, vor großen Herausforderungen“, sagt Martin Hahn, Werkstattleiter in Markdorf und Bermatingen der Sprungbrett-Werkstätten gemeinnützige GmbH.

Die Werkstätten seien gezwungen, „unsere infolge der hohen Energiepreise wesentlich gestiegenen und voraussichtlich weiterhin steigenden Produktionskosten zumindest zu einem Teil an unsere Auftraggeber aus Industrie und Handel weiterzugeben“. Nicht zu unterschätzen seien auch die gestiegenen Logistikkosten infolge der hohen Kraftstoffpreise.

Martin Hahn, Werkstattleiter in Markdorf und Bermatingen der gemeinnützigen Sprungbrett-Werkstätten.
Martin Hahn, Werkstattleiter in Markdorf und Bermatingen der gemeinnützigen Sprungbrett-Werkstätten. | Bild: privat

„Spannend könnte es nochmals im Herbst werden, wenn die Corona-Zahlen wieder steigen sollten und wiederum einschränkende Verordnungen erlassen werden, hinsichtlich der Hygieneschutzmaßnahmen.“ Da sei bereits 2021 „der Verbrauch an Heizöl auf annähernd das Doppelte angestiegen, da das Innenraumlufthygienekonzept eine hochfrequente Frischluftraumzirkulation erforderte, was nur über regelmäßige Öffnung der Fenster bei uns erzielt werden konnte.

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Da hatten wir buchstäblich zum Fenster hinaus geheizt“. Diese Befürchtung stehe nun wieder im Raum. „Ich bin auch gespannt, wie unsere betreuten Menschen auf die vorgesehene durchschnittliche Raumtemperatursenkung während der kalten Monate reagieren werden. Zusammenfassend gilt natürlich auch an uns gerichtet, dass wir diese Lebensqualitätseinschränkungen solidarisch mittragen werden und müssen.“