Der Markdorfer Philipp Mutschler und seine Kollegen des Start-ups für nachhaltige Bekleidung namens „CARTA Clothing“ können‘s kaum fassen. Mittels Unterstützerkampagne auf der Internetplattform „Kickstarter“ hat ein Mindestbetrag von 9000 Euro zum Stichtag 1. Oktober erreicht werden müssen. Mit 173 Unterstützern – davon laut Mutschler 45 aus Markdorf, Bermatingen und Deggenhausertal – sind 9 684 Euro erreicht worden. Ein Etappenerfolg.

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„Wir mussten uns erst einmal sortieren. Die Rückmeldung war überwältigend. Dafür noch mal vielen Dank an alle Unterstützer“, beschreibt Mutschler, der im Münchner Raum lebt und arbeitet, die Stimmung im Team. Jetzt heiße es Ärmel hochkrempeln. „Wir haben die Stickmuster nochmals überarbeitet, bereiten die nachhaltige Produktion vor und entwickeln die digitalen Lösungen weiter.“

Da es um nachhaltige Mode geht, stellt sich Frage, woher die Materialien stammen und wo die Kleidungsstücke hergestellt werden. Teamkollege Max Mayer gibt Auskunft. „Am Anfang der Produktion steht die Baumwolle – hier handelt es sich um 100 Prozent Bio-Baumwolle, welche in Indien unter fairen Arbeitsbedingungen und zu fairen Preisen gewonnen und verarbeitet wird. Genau wie der Rest unserer Lieferkette sind auch die Arbeitsbedingungen strengstens kontrolliert und zertifiziert.“

„Dieses Feedback von all unseren Unterstützern motiviert uns und wir freuen uns auf mehr.“
Max Mayer, Start-up-Team

Laut Mayer sind die Zertifikate auf der Homepage www.cartaclothing.de abrufbar. „Von Indien aus geht es nach Bayern, wo die Shirts veredelt werden, sprich der Stick und die Labels angebracht werden“, ergänzt Mayer. CARTA Clothing habe mehr als 200 Bestellungen bekommen. „Um genau zu sein, versenden wir mit einigen Nachbestellungen knapp 250 CARTA-Shirts. Dieses Feedback von all unseren Unterstützern motiviert uns und wir freuen uns auf mehr.“

„Wir arbeiten gerade mit Hochdruck mit unserem Lieferanten zusammen, damit wir alle T-Shirts im Dezember und noch vor Weihnachten verschicken können.“
Ricarda Jilg, Start-up-Team

Und wie sieht es mit den Auslieferungen aus? „Wir arbeiten gerade mit Hochdruck mit unserem Lieferanten zusammen, damit wir alle T-Shirts im Dezember und noch vor Weihnachten verschicken können. Die Auslieferung erfolgt dann ganz normal per Post, aber in unserem Graspapierkarton, den wir extra für CARTA entwickelt haben“, berichtet Teamkollegin Ricarda Jilg.

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Philipp Mutschler erzählt von weiteren Schritten. „Kickstarter war eine einmalige Kampagne. Unser Shop geht am 1. Januar 2021 an den Start. Ab dann können alle unsere CARTA-Shirts und noch weitere nachhaltige Produkte bestellt werden.“ Das Team arbeite bereits an den nächsten Ideen und freue sich, diese dann vorzustellen.

„Um die ausgestorbenen und bedrohten Tier- und Pflanzenarten dann noch ins Wohnzimmer zu holen, wird voraussichtlich Anfang 2021 die Augmented-Reality-Funktion freigeschaltet.“
Philipp Mutschler, Start-up-Team

Eine Besonderheit bei CARTA ist eine auf der Homepage eingebettete Digitallösung, um Hintergrundinformationen über ausgestorbene oder bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu bieten. „Die Kamerafunktion wird bereits im Dezember für alle CARTA-Shirts freigeschaltet“, sagt Mutschler. „Um die ausgestorbenen und bedrohten Tier- und Pflanzenarten dann noch ins Wohnzimmer zu holen, wird voraussichtlich Anfang 2021 die Augmented-Reality-Funktion freigeschaltet.“ Diese werde auch bei den schon gekauften CARTA-Shirts funktionieren.

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