„Der Vorstand unseres Vereins versucht sich durch das Wirrwarr der Regeln zu kämpfen. Die Landesverordnung ist oft sehr kompliziert“, erklärt Uwe Schäfer, Vorsitzender des TV Markdorf die Vorgehensweise. „Je nachdem, welche Halle genutzt wird, müssen wir mit dem Landratsamt, der Stadtverwaltung und dem Ordnungsamt reden und sind auf deren Interpretation der Regeln angewiesen“, berichtet Schäfer. Je nach Behörden gebe es dann Extraanforderungen und Regeln. Auch Hygienekonzepte müssen individuell abgestimmt werden.

Uwe Schäfer, Vorsitzender des TV Markdorf
Uwe Schäfer, Vorsitzender des TV Markdorf | Bild: Archivbild

„Die Infos stellen wir dann den Übungsleitern zur Verfügung. Die entscheiden für sich und in Rücksprache mit ihren Teilnehmern, ob das Training stattfindet“, so Uwe Schäfer. Alles sei freiwillig, es gebe keinen Zwang. Manche Trainer und Sportler seien noch vorsichtig aus Sorge, sich mit Corona anzustecken. Beim TV Markdorf finden im Moment rund 30 Prozent aller Trainings wieder statt. Darunter Geräteturnen, Leichtathletik, Volleyball, Eltern-Kind-Turnen und der Freizeitsport. „Die Situation ist sehr dynamisch“, sagt Uwe Schäfer.

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Vereine sprechen von schwieriger Informationslage

Die gleiche schwierige Informationslage und interne Vorgehensweise bestätigen der FC Kluftern und der Judosportverein (JSV) Markdorf. Beim JSV wird vorerst allerdings kein Training geben. „Das negative Testergebnis ist im Moment noch das größte Hemmnis,“ sagt der Vorsitzende Oliver Stauß.

Oliver Stauss, Vorsitzender des Judosportverein Markdorf
Oliver Stauss, Vorsitzender des Judosportverein Markdorf | Bild: Archivbild

Trainer und Trainierende seien im Gespräch zum Ergebnis gekommen, dass der Aufwand derzeit noch zu groß sei. Wenn die Testpflicht nicht aufgehoben wird, beginnt der JSV erst nach den Sommerferien wieder.

Handballerinnen des FC Kluftern starten im Juli mit dem Training

„Unsere Handballdamen sind Ende des Monats alle durchgeimpft, sie fangen dann wieder im Juli an“, erklärt Robert Heske, Vorsitzender des FC Kluftern. Auch dort gehen Trainer und Sportler sehr individuell und flexibel mit der aktuellen Situation um. Das Eltern-Kind-Turnen und viele Jugend-und Kindersportgruppen sind auf die Hartplätze ins Freie ausgewichen.

Robert Heske, Vorsitzender des FC Kluftern
Robert Heske, Vorsitzender des FC Kluftern | Bild: Ganter, Toni

Und die Volleyballmannschaft startet auf dem Beach-Volleyballfeld. „Das alles funktioniert für die Bedingungen so gut, weil die Trainer und Sportler so flexibel sind und wieder trainieren möchten,“ sagt Heske.

Tischtennisjugend startet nach sieben Monaten Pause

Tischtennistrainerin Barbara Kamleitner vom FC Kluftern hat jüngst zum ersten Mal seit sieben Monaten mit sieben Kindern und Jugendlichen trainiert. „Dass sich Kinder nun den Test der Schule für 60 Stunden bestätigen lassen können, hilft sehr“, sagt sie.

Erstes Training nach sieben Monaten Corona Pause: Paul Heske und Toni Mende freuen sich darüber, endlich wieder Tischtennis spielen zu dürfen.
Erstes Training nach sieben Monaten Corona Pause: Paul Heske und Toni Mende freuen sich darüber, endlich wieder Tischtennis spielen zu dürfen. | Bild: Barbara Kamleitner

Die Kinder seien sehr froh gewesen, endlich wieder in der Mannschaft spielen zu dürfen. „Ich war sehr verwundert, wie gut sie noch gespielt haben,“ sagt Kamleitner. Die Kinder selbst seien sehr viel skeptischer gewesen, „aber ich war sehr glücklich, wie toll und wie schnell sie wieder ins Spiel gefunden haben.“

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