Dieses Mal ist es bei der Leimbacher Dorffasnet sportlich zugegangen. Nachdem die Ortsverwaltung Riedheim am Samstag von den Narren des Narren- und Brauchtumsvereins Hepbach (NBV) und den Leimbacher Hugelohs gestürmt worden war, ist der Ortschaftsrat zu einem Wettkampf herausgefordert worden.

Hugeloh-Zunftmeister Thomas Wagner moderierte den Sturm der Narren aufs Rathaus der Ortverwaltung Riedheim.
Hugeloh-Zunftmeister Thomas Wagner moderierte den Sturm der Narren aufs Rathaus der Ortverwaltung Riedheim. | Bild: Angelina Sortino

Sowohl von den Herausforderern als auch von den Lokalpolitikern wurden sportliche Höchstleistungen verlangt. Die beiden Teams mussten als Staffeln auf Gefährten wie Pedalo, Roller oder Skateboard einen Parcours absolvieren, an dessen Ende Treffsicherheit mit Pfeilen, Holzstäben oder Papierkrampen gefordert war.

Riedheims Ortsvorsteher Hubert Roth gab beim Wettkampf alles. Mit vollem Einsatz lief er auf seinen Holzski durch den Parcours.
Riedheims Ortsvorsteher Hubert Roth gab beim Wettkampf alles. Mit vollem Einsatz lief er auf seinen Holzski durch den Parcours. | Bild: Angelina Sortino

Da gerade das Skatebord-, Roller- und Pedalofahren sowie das Schießen von Papierkrampen Disziplinen sind, in denen Schüler Übung besitzen, wunderte es nicht, dass die Narren vor allem junge Teilnehmer ins Rennen schickten. Ortsvorsteher Hubert Roth schätzte die Chancen seines Teams vor Wettkampfbeginn realistisch ein: "Ich weiß zwar schon, wer siegen wird, doch wir werden unser Bestes geben, damit es knapp ausgeht."

Obwohl die Niederlage seiner Mannschaft schon gewiss war, bemühte sich Bürgermeister Georg Riedmann um Treffsicherheit. Leider konnte er dennoch nur eines von vier Holzstücken in das dafür vorgesehene Loch schießen.
Obwohl die Niederlage seiner Mannschaft schon gewiss war, bemühte sich Bürgermeister Georg Riedmann um Treffsicherheit. Leider konnte er dennoch nur eines von vier Holzstücken in das dafür vorgesehene Loch schießen. | Bild: Angelina Sortino

Es überraschte also nicht, dass das Narrenteam bereits in Siegerjubel ausbrach, als sich Bürgermeister Georg Riedmann gerade als Letzter seines Teams auf den Weg machte. So blieb der Schlüssel zum Gebäude der Ortsverwaltung auch nach dem Wettkampf in Narrenhand. Hugeloh-Zunftmeister Thomas Wagner zeigte sich zufrieden: "Ich freue mich vor allem, dass wir die sportlichen Wettkämpfe ohne Verletzte überstanden haben." NBV-Zunftmeister Daniel Kurz ergänzte: "Das Turnier war ein voller Erfolg!" Ortsvorsteher Hubert Roth nahm die Niederlange seiner Mannschaft gelassen hin. "Das war jetzt die zwölfte in Folge. Wir lassen den Narren aber ihre Freude, dass sie uns besiegt haben." Und mit einem Augenzwinkern: "Das sind hier schließlich die fairsten Spiele der Welt!"

Während des Wettkampfs blieb der Schlüssel zur Riedheimer Ortsverwaltung in der Obhut der Narrenpolizisten Hubert Paul (links) und Fabian Kurz.
Während des Wettkampfs blieb der Schlüssel zur Riedheimer Ortsverwaltung in der Obhut der Narrenpolizisten Hubert Paul (links) und Fabian Kurz. | Bild: Angelina Sortino

Am Nachmittag fand das traditionelle Narrenbaumstellen statt. Der Vermessungstrupp startete seine Fahrt mit dem stattlichen Baum auf dem Hepbacher Dorfplatz.

Der große Narrenbaum verlangte dem Vermessungstrupp beim Stellen einiges ab. Dennoch gelang es ohne Zwischenfälle, den Baum vor dem Feuerwehrhaus in Leimbach in die Senkrechte zu bekommen. Bilder: Angelina Sortino
Der große Narrenbaum verlangte dem Vermessungstrupp beim Stellen einiges ab. Dennoch gelang es ohne Zwischenfälle, den Baum vor dem Feuerwehrhaus in Leimbach in die Senkrechte zu bekommen. Bilder: Angelina Sortino | Bild: Angelina Sortino

Begleitet vom Musikverein Riedheim und zahlreichen Narren, wurde der Baum nach Leimbach gefahren und dort auf der Wiese vor dem Feuerwehrhaus aufgestellt. Viele Kinder waren gekommen, um am Baum hinauf zu klettern und Geschenke zu ergattern.

Wie zahlreiche andere Kinder kletterte Ida-Marie den Leimbacher Narrenbaum hinauf. Für die vierjährige war es das erste Mal.
Wie zahlreiche andere Kinder kletterte Ida-Marie den Leimbacher Narrenbaum hinauf. Für die vierjährige war es das erste Mal. | Bild: Angelina Sortino

So auch die vierjährige Ida-Marie. Sie hatte sich zum ersten Mal auf den Baum getraut und war mächtig stolz: "Letztes Mal hatte ich noch Angst, aber dieses Jahr habe ich es geschafft, obwohl es ziemlich schwer war."

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