Ein Transparent empfing Besucher am Sonntag in der Fahrzeughalle: „Willkommen bei Ihrer Freiwilligen Feuerwehr Markdorf“, war da in großen Lettern zu lesen. Der Gruß galt den vielen Gästen, die sich zum Tag der offenen Tür eingefunden hatten. Nach einem ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrer Tibor Nagy und Pfarrer Ulrich Hund ging es vor die Hallentore. Dort segnete Pfarrer Hund die vier in den beiden vergangenen Jahren von der Stadt angeschafften Einsatzfahrzeuge. Die Regeln in der zurückliegenden Pandemiephase hatten die Weihe bislang unmöglich gemacht.

Kauf des Tanklöschfahrzeugs viel diskutiert

Bürgermeister Georg Riedmann ging in seiner Rede auf die Kosten ein. Mit 1,2 Millionen Euro seien die vier Fahrzeuge zu Buche geschlagen. Vor dem Kauf des Tanklöschfahrzeugs 4000 mit seinen 6000 Litern Wasser und 500 Litern Schaummittel an Bord sei viel diskutiert worden. Insbesondere aus der Aufsichtsbehörde des Kreises seien skeptische Töne gekommen. Die Frage, ob eine Stadt wie Markdorf tatsächlich einen „Tanker“ brauche, habe sich unterdessen geklärt.

Riedmann erinnerte an die Großbrände im vergangenen Mai. Bei ihren Einsätzen in Möggenweiler waren die Feuerwehrleute auf ihr mitgebrachtes Löschwasser angewiesen, weil nicht schnell genug hinreichende Leitungskapazität zur Verfügung stand. „In der Stadt haben wir keine Probleme mit der Wasserversorgung“, unterstrich der Bürgermeister. Anders sehe es in den Markdorfer Außenbereichen aus.

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Für die beiden Teilorte Ittendorf und Riedheim sind ebenfalls neue Fahrzeuge angeschafft worden. Beide Löschgruppenfahrzeuge transportieren je 2000 beziehungsweise 120 Liter Wasser und Schaum. Sie ersetzen Feuerwehrautos, die nahezu 30 Jahre in Betrieb waren. „Daran ist auch die Qualität unserer Instandsetzungsmannschaften zu erkennen“, so Riedmann.

Überhaupt zeigte der Bürgermeister sich angetan vom Ausbildungsstand der gesamten Feuerwehr. „Man spürt die große Motivation und Einsatzbereitschaft“, sagte er. Tag und Nacht zur Verfügung zu stehen, das sei ein großes Opfer. Georg Riedmann äußerte die Hoffnung, „dass sie an Tagen wie diesen Kraft und Energie ziehen“. Schließlich sei beim Tag der offenen Tür die breite Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr aus der Gemeinde deutlich zu spüren. Ausdrücklich bedankte sich der Bürgermeister bei den anwesenden Stadträten für deren Unterstützung.

Die Fahrzeugweihe wird vom Spielmanns- und Fanfarenzug begleitet und großem zeremoniellem Gepräge begleitet.
Die Fahrzeugweihe wird vom Spielmanns- und Fanfarenzug begleitet und großem zeremoniellem Gepräge begleitet. | Bild: Jörg Büsche

„Solche Fahrzeuge kauft man nicht im nächsten Autohaus ein“, erklärte Feuerwehrgesamtkommandant Daniel Kneule. Einsatzfahrzeuge ließen sich auch nicht einfach nach dem Zubehörkatalog ausstatten. Nur die für den Einsatzbereich zweckmäßigste Ausrüstung sei sinnvoll. Und Kneule versicherte, dass bei der Suche nach optimalen Lösungen für die vier Fahrzeuge durchaus auf den Euro geschaut worden sei. Aber auch darauf, „dass alle drei Löschfahrzeuge die selbe Pumptechnik haben“. Denn das erleichtere der Mannschaft das Bedienen. Aber, so merkte der Gesamtkommandant an, auch wenn alle vier Fahrzeuge auf dem aktuellen Stand der Technik seien, „wollen wir hoffen, dass sie so wenig wie Möglich zum Einsatz kommen.“

Bild 2: Fahrzeugweihe am Tag der offenen Tür bei Feuerwehr
Bild: Jörg Büsche