Für viele Menschen gilt der 1. April als ein Tag, an dem man andere Menschen etwas neckisch auf die Schippe nehmen darf. Für Familie Widmann ist dieser Tag ein besonderer, am 1. April 1950 eröffnete Ludwig Widmann sein Sanitär- und Flaschnerunternehmen in der Markdorfer Bussenstraße. Im Jahr 1954 siedelte das Unternehmen an seinen heutigen Standort in die Ravensburger Straße 24 um. Nach dem plötzlichen Tod des Firmengründers 1970 übernahm sein Sohn Helmuth Widmann das Unternehmen und führte dies ganz im Sinne seines Vaters weiter. „Für mein Vater galt immer nur die beste Qualität für Kunden abzuliefern und das ist bis heute so“, freut sich Helmuth Widmann.

Für Helmuth Widmann war die Firmenübernahme kein leichtes Unterfangen, da er ehrenamtlich sehr engagiert war. Er war Feuerwehrkommandant der Markdorfer Wehr, Gründungsmitglied des Spielmanns- und Fanfarenzug und dessen erster Tambourmajor sowie zwei Amtsperioden lang Stadtrat im Gemeinderat.

1995 trat Sohn Martin Widmann als Flaschnermeister und Gas- und Wasserinstallateurmeister in die Geschäftsführung mit ein. Bis zum Eintritt in die Rente von Helmuth Widmann 2010 führte er gemeinsam mit seinem Sohn das Familienunternehmen. Seit zehn Jahren führt Martin Widmann das Unternehmen nun alleine mit seinen neun Angestellten. Besonders stolz ist Martin Widmann auf seinen Sohn Florian, der im Oktober 2019 mit 22 Jahren seinen Meister als Heizungsbauer erfolgreich abgeschlossen hat und somit nun auch die vier Generation des Unternehmens gesichert ist.

Besonders wichtig in der Geschichte des Familienbetriebs sind die Ehefrauen der Firmenchefs, die ihren Männern stets den Rücken frei gehalten haben. „Ohne meine Frau Renate hätte ich das alles nicht stemmen können“, gibt Helmuth Widmann zu. „Mir geht es auch so. Ich kann mich in allen Belangen auf meine Frau Sonja verlassen, sie ist unter anderem mit Unterstützung von Hannelore Geigges für die Büroarbeiten zuständig“, ist Martin Widmann dankbar.

Mindestens genauso wichtig seien aber die Mitarbeiter, darunter einige, die schon Jahrzehnte dabei sind und in dem Unternehmen ihre Lehre abgeschlossen haben. Ein Paradebeispiel ist Heiner Schmid, der nicht nur seine Lehre bei Widmann gemacht hat, sondern bereist seit über 40 Jahre seine Treue zu seinem Ausbildungsbetrieb hält.

Durch die Meisterausbildung seines Sohnes im Heizungsbau, habe man diesen Service nun weiter ausgebaut, erklärt Martin Widmann. „Florian macht hauptsächlich die Planungen für die Heizungsanlagen, somit sind wir nun noch breiter aufgestellt“, so Martin Widmann. Und Sohn Florian ergänzt: „Ich hab in den Ferien immer bei uns im Betrieb ausgeholfen, da war für mich schon sehr früh klar, dass ich das mal machen will.“ Neben dem Beruf spielt Florian Widmann Fußball und geht dem gleichen Hobby wie seinem Vater nach, dem Motorradfahren von Oldtimer, wie es bereits auch schon sein Opa getan hat, auch hier hält die Leidenschaft an alten Traditionen festzuhalten.

Eigentlich war eine kleine Firmenfeier zum 70-jährigen Bestehen angedacht gewesen, doch dann kam die Corona-Krise. „Jetzt ist uns wichtig, dass unsere Mitarbeiter und Kunden gesund sind und bleiben, da steht eine Feier nicht im Vordergrund“, erklärt Martin Widmann und lässt offen, ob die Feier zu einem späterem Zeitpunkt nachgeholt wird.

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