Die jüngsten Entwicklungen der Corona-Pandemie und wegen erneut geänderter Regelungen der Corona-Verordnung haben dem Markdorfer Einzelhandel einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der verkaufsoffene Sonntag, der traditionell anlässlich des Elisabethenmarktes Anfang November hätte stattfinden sollen, ist abgesagt worden.

Allerdings herrsche bei den Einzelhändlern große Übereinstimmung, dass es ein Ersatzprogramm geben wird, berichtet Lucie Fieber, Geschäftsführerin Markdorf Marketing. Die Ausarbeitung sei bereits in Angriff genommen worden.

Traditionell ist die Hauptstraße während des verkaufsoffenen Sonntags eine Flaniermeile. Eine Szene aus dem vergangenen Jahr. Der Markdorfer Einzelhandel arbeitet derzeit an einem Ersatzprogramm, an einer zweiwöchigen Dienstleistungsoffensive.
Traditionell ist die Hauptstraße während des verkaufsoffenen Sonntags eine Flaniermeile. Eine Szene aus dem vergangenen Jahr. Der Markdorfer Einzelhandel arbeitet derzeit an einem Ersatzprogramm, an einer zweiwöchigen Dienstleistungsoffensive. | Bild: Lang, Andreas

„Eigentlich ist der Einzelhandel in Markdorf ein Serviceparadies“, sagt Fieber, „das wird bisher noch zu wenig publik gemacht.“ Deshalb werde derzeit an Angeboten und an Details einer „Dienstleistungsoffensive“ gearbeitet, die über zwei Wochen hinweg stattfinden soll. „Viele – auch aus dem Umland – wissen, dass Markdorf eine Einkaufsstadt ist, und schätzen das breite Angebot“, ergänzt Fieber. Aber dass die Markdorfer Einzelhändler viele Besorgungen und Zusatzleistungen übernehmen sowie Kundenwünsche erfüllen, das sei vielen Kunden noch nicht bewusst.

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Matthias Schopf, Sprecher von Edeka Sulger, stimmt Fieber zu. „Ein Vorteil ist ja das kostenlose Parken. In der Blauen Zone bis zu drei Stunden. In diesem Zeitraum lässt sich durch das kompakte Angebot in der Haupt- und Marktstraße nahezu alles erledigen.“ Der verkaufsoffene Sonntag habe „bislang immer eine gute Plattform geboten, das umfangreiche Leistungsangebot des Markdorfer Einzelhandels darzustellen und neueste Trends publik zu machen“. Lucie Fieber nennt einen weiteren Aspekt: „Der verkaufsoffene Sonntag ist immer auch ein Verwöhntag für Kunden gewesen.“

Wegen des abgesagten Elisabethenmarktes wird es dieses Jahr auch keine Fahrgeschäfte geben.
Wegen des abgesagten Elisabethenmarktes wird es dieses Jahr auch keine Fahrgeschäfte geben. | Bild: Lang, Andreas

All diese Vorzüge sollen laut Fieber unabhängig vom abgesagten verkaufsoffenen Sonntag über zwei Wochen hinweg der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Schopf: „Die Klarheit, dass der verkaufsoffene Sonntag durch die neuen Corona-Bestimmungen nicht stattfinden kann, besteht ja erst seit ein paar Tagen. Wie alle anderen Einzelhändler auch, passen wir uns der neuen Situation an und überarbeiten unser Konzept für die Dienstleistungsoffensive.“

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Coronabedingt seit Monaten kaum Planungssicherheit

Fieber beleuchtet einen weiteren Umstand. „Die Corona-Pandemie hat den Einzelhändlern mehrfach hohes Organisationstalent abgefordert. Seit Monaten gibt es kaum Planungssicherheit, bedingt durch immer wieder abgeänderte Regelungen.“ Schopf führt beispielhaft an: „Alle Einzelhändler haben große Kraftanstrengungen vollbracht, um die Betriebe am Laufen zu halten. Sei es die Umsetzung des Hygiene-Konzepts, die Mehrwertsteuersenkung, Beantragung von Soforthilfe und und und. Auch nach dem Lockdown bestehen hohe Mehrbelastungen für das Personal.“

Lucie Fieber, Geschäftsführerin Markdorf Marketing: „Wenn der verkaufsoffene Sonntag durchgezogen werden würde, müsste der gesamte Veranstaltungsbereich durch Bauzäune abgegrenzt werden. Jeder, der diesen Bereich betritt, müsste die Hygienevorschriften und die Maskenpflicht beachten, Formulare mit Kontaktdaten ausfüllen. Dafür bräuchte es dann natürlich auch Kontrollpersonal.“
Lucie Fieber, Geschäftsführerin Markdorf Marketing: „Wenn der verkaufsoffene Sonntag durchgezogen werden würde, müsste der gesamte Veranstaltungsbereich durch Bauzäune abgegrenzt werden. Jeder, der diesen Bereich betritt, müsste die Hygienevorschriften und die Maskenpflicht beachten, Formulare mit Kontaktdaten ausfüllen. Dafür bräuchte es dann natürlich auch Kontrollpersonal.“ | Bild: Ganter, Toni

Lucie Fieber nennt Beispiele, warum der verkaufsoffene Sonntag abgesagt worden ist. „Wenn der verkaufsoffene Sonntag durchgezogen werden würde, müsste der gesamte Veranstaltungsbereich durch Bauzäune abgegrenzt werden. Jeder, der diesen Bereich betritt, müsste die Hygienevorschriften und die Maskenpflicht beachten, Formulare mit Kontaktdaten ausfüllen. Dafür bräuchte es dann natürlich auch Kontrollpersonal.“

Maximal 500 Besucher gleichzeitig

Stand heute ist es laut Fieber so, dass maximal 500 Besucher gleichzeitig im Veranstaltungsgebiet sein dürften. „Es gäbe auch die Schwierigkeit, dass Anwohner, die gar nicht zum verkaufsoffenen Sonntag, sondern heim wollen, trotzdem die ganzen Vorgaben für eine solche Veranstaltung einhalten müssten.“

Matthias Schopf, Sprecher Edeka Sulger: „Die Klarheit, dass der verkaufsoffene Sonntag durch die neuen Corona-Bestimmungen nicht stattfinden kann, besteht ja erst seit ein paar Tagen. Wie alle anderen Einzelhändler auch, passen wir uns der neuen Situation an und überarbeiten unser Konzept für die Dienstleistungsoffensive.“
Matthias Schopf, Sprecher Edeka Sulger: „Die Klarheit, dass der verkaufsoffene Sonntag durch die neuen Corona-Bestimmungen nicht stattfinden kann, besteht ja erst seit ein paar Tagen. Wie alle anderen Einzelhändler auch, passen wir uns der neuen Situation an und überarbeiten unser Konzept für die Dienstleistungsoffensive.“ | Bild: Ganter, Toni

Schopf nennt einen weiteren Aspekt: „Genau das, was Besucher an einem verkaufsoffenen Sonntag erleben möchten, wäre nicht möglich: Viele Leute treffen, Schwätzchen halten, mit der Familie, mit Freunden und Bekannten eine schöne Zeit verbringen und sich frei bewegen. Lucie Fiebers Fazit: „Aus Kundensicht ist es auch so, dass das Einkaufserlebnis beim verkaufsoffenen Sonntag ein ganz anderes geworden wäre – längst nicht so, wie Besucher das aus früheren Jahren kennen.“

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