Als Ersatz für den verkaufsoffenen Sonntag, der coronabedingt wegen verschärfter Einschränkungen abgesagt worden ist, gibt es eine „Markdorfer Service-Offensive“ vom 9. bis 21. November. „Der Einzelhandel punktet durch persönliche, fast freundschaftliche Kontakte zu Kunden und guten Service“, erklärt Lucie Fieber, Geschäftsführerin Markdorf Marketing. Dies sei vielen gar nicht bewusst und solle deshalb stärker in den Blickpunkt gerückt werden.

„Kunden werden immer anspruchsvoller, sind aber durchaus bereit, für guten Service zu bezahlen“, nennt Fieber einen Ausgangspunkt für die Aktionstage. „Vorbeikommen lohnt sich“, nennt Lucie Fieber das Motto zur Service-Offensive.

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Es soll auch der allgemeinen Auffassung begegnet werden, dass man in Nachbarstädte zum Einkaufen müsse, weil ein bestimmtes Produkt in der Gehrenberg-Stadt nicht zu bekommen sei. „Die Kunden sollen sich vom Markdorfer Einzelhandel durchaus überraschen lassen, weil das Service-Angebot besser und umfangreicher ist, als so manche glauben.“ Die Markdorfer Einzelhändler könnten Wünsche erfüllen, sofern diese von Kunden geäußert würden: „Ich würde mir wünschen, dass Kunden da wieder mehr auf die Markdorfer Einzelhändler zugehen.“

Lucie Fieber, Geschäftsführerin Markdorf Marketing: „Der örtliche Einzelhandel hat einen weiteren, wesentlichen Vorteil, dass der haptische Effekt der Waren erlebbar ist. Als Kunde kann ich anfassen, anprobieren, begutachten und mich dann entscheiden.“
Lucie Fieber, Geschäftsführerin Markdorf Marketing: „Der örtliche Einzelhandel hat einen weiteren, wesentlichen Vorteil, dass der haptische Effekt der Waren erlebbar ist. Als Kunde kann ich anfassen, anprobieren, begutachten und mich dann entscheiden.“ | Bild: Ganter, Toni

Der direkte Kontakt zu Kunden sowie eine individuelle Beratung in Markdorfer Geschäften seien laut Fieber ein Vorteil gegenüber dem Internethandel. „Ich als Kunde kann ein Bekleidungsstück anpassen oder abändern lassen, das gibt es im Internethandel nicht. Der örtliche Einzelhandel hat einen weiteren, wesentlichen Vorteil, dass der haptische Effekt der Waren erlebbar ist. Als Kunde kann ich anfassen, anprobieren, begutachten und mich dann entscheiden“, nennt die Geschäftsführerin des Stadtmarketings Beispiele. Fieber warnt davor, in einen Preiskampf mit dem Internethandel zu treten. „Familienbetriebe werden gegen Weltkonzerne nicht ankommen.“

Neuer und nutzerorientierter Internetauftritt in Arbeit

Generell werde das Thema Service in Markdorf überarbeitet und übersichtlich im Internet auf der Homepage der Stadt als Einstiegsportal dargestellt, nennt Fieber ein weiteres Tätigkeitsfeld. Der Arbeitskreis Tourismus und Handel habe ein Konzept erarbeitet, damit Inhalte wie Tourismus, Handel, Gewerbe, Kultur und Termine gebündelt und leichter auffindbar seien. Die Angebote sollten aus dem Blickwinkel der Nutzer aufbereitet werden. Denn Internetnutzer seien inzwischen deutlich kürzer im World Wide Web, um sich gezielt zu informieren: „Ein, zwei Minuten, dann sind sie weg.“ Die neue Homepage solle attraktiv mit Bildmaterial angereichert werden. „Es werden viel mehr Emotionen vermittelt. Über www.markdorf.de kommt man schneller als Ziel“, nennt Fieber die Marschrichtung für angestrebte Verbesserungen.

Einpack-Service vom 7. bis 24. Dezember im Dosch-Haus

Laut Fieber wird es vom 7. bis 24. Dezember einen Einpack-Service im sogenannten Dosch-Haus an der Marktstraße geben. Ehrenamtliche verhelfen Weihnachtsgeschenken zu adretten Outfits, dies auf Spendenbasis. Die Idee stamme von Martin Riethmüller, Geschäftsführer Ravensbuch. „Wir suchen noch nach Helfern, Interessenten wenden sich einfach an Markdorf Marketing“, hofft Fieber auf Rückmeldungen.