Die Stadt ertüchtigt ihre Wasserversorgung und investiert in den Neubau eines neuen Hochbehälters in Möggenweiler. Dies hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig ohne weitere Aussprache dazu beschlossen.

Für Krisenlagen nicht gewappnet

Der Neubau ist nötig, weil die Wasserspeicherkapazität der Stadt nicht ausreichend groß ist, um für Ausfälle in der Technik oder bei langen Trockenzeiten gewappnet zu sein. Bisher wird die Niederzone der Stadt mit dem Hochbehälter Lichtenberg versorgt, der ein Volumen von 1200 Kubikmetern hat. Für ein zukunftssicheres Behältervolumen wären laut einer Untersuchung der Stadtwerk am See GmbH, die die Markdorfer Wasserversorgung betreibt, aber eine Speicherkapazität von 2800 Kubikmeter nötig.

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Neubau neben dem historischen Bauwerk

Nun soll in unmittelbarer Nähe des historischen Hochbehälters Möggenweiler eine neue Anlage mit einer Kapazität von 1600 Kubikmetern gebaut werden. Die Kosten dafür wurden im Rat auf rund 2,1 Millionen Euro beziffert, inklusive der nötigen Leitungen zum Hochbehälter Lichtenberg. In unmittelbarer Nachbarschaft am Lichtenberg hatte das topografisch ungünstige Gelände keine Möglichkeit für einen Neubau hergegeben.

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Bisher nur 300 Kubikmeter Volumen in Möggenweiler

Mit der Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters soll der historische Bau in Möggenweiler, der 1903/04 erbaut wurde und als Kulturdenkmal eingestuft ist, stillgelegt werden. Der Hochbehälter, der lediglich ein Volumen von 300 Kubikmetern hat und sanierungsbedürftig ist, kann nach wirtschaftlichen Maßstäben nicht mehr länger betrieben werden. Sein Zustand sowie die nach den heutigen Bestimmungen kaum zu realisierenden technischen und hygienischen Standards würden eine Stilllegung nahelegen, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

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Zeithorizont: Baubeginn 2022, Fertigstellung 2024

Mit dem Beschluss des Rates kann die Stadt nun in die Ausführungs- und Genehmigungsplanung einsteigen. Die Verwaltung rechnet mit Fördermitteln vom Land in Höhe von rund 30 Prozent der Baukosten. Die Fertigstellung des neuen Hochbehälters ist auf das Frühjahr 2024 anvisiert, der Baubeginn auf übernächstes Jahr.

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