Das Schlimme zuerst: Bluthochdruck, Diabetes, Magengeschwüre und sogar Krebs zählen zu den Krankheiten, die die Corona-Pandemie ebenfalls verursachen kann. Sie können die Folgen von langer Einsamkeit und Kontaktarmut während des Lockdowns sein. Das schreibt Manfred Spitzer, Leiter der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm, in seinem kürzlich erschienen Buch „Pandemie„. Der Untertitel: „Was die Krise mit uns macht und was wir daraus machen.“

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Heike Fischer erklärt, sie sei davon sofort angesprochen worden. „Titel zum Thema gibt es ja einige – und ich habe auch schon vier, fünf davon gelesen“, erklärt die Bibliothekarin, „aber keines der Bücher war so informativ und so wenig tendenziös wie das von Manfred Spitzer.“

„Alles fundiert, kein Wissenschaftsjargon“

Spitzer zeige, wie etwa unser Körper reagiert, wenn ihm der direkte Kontakt mit anderen verwehrt bleibt. Wenn es zu keinem Händeschütteln und schon gar nicht mehr zu Umarmungen kommen darf, weil das Infektionsrisiko einfach zu hoch ist. Mit „Pandemie“ habe Manfred Spitzer ganz sicher keinen Schnellschuss vorgelegt, lautet Heike Fischers Urteil. Alles sei fundiert. Wissenschaftsjargon begegne dem Leser aber keiner. „Ich fand das Buch ausgesprochen gut zu lesen“, erklärt die Bibliothekarin.

Autor geht sehr genau auf Folgen für Kinder und Jugendliche ein

Derzeit werde „Pandemie“ in der Bücherei nicht oft ausgeliehen, sagt Heike Fischer, „den Leuten steht der Sinn eher nach Leichtem.“ Spätestens nach den Sommerferien aber dürfte sich das ändern, glaubt die Bibliothekarin. Zumal der Autor sehr genau auf die Folgen der Pandemie-Krise für Kinder und Jugendliche blickt.

Manfred Spitzer: Pandemie – Was die Krise mit uns macht und war wir daraus machen. 240 Seiten; Mvg-Verlag.

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