Wer die Schlossscheuer noch aus Zeiten des Hotels Bischofschloss kennt, der muss zweimal hinschauen. Wo früher Gäste in einem großen lichtdurchfluteten Raum morgens frühstückten und Geschäftsleute ihre Konferenzen abhielten, wurden Trennwände eingezogen und es sind Büros für Sozialamt, Standesamt und Einwohnermeldeamt entstanden. In der Schlossscheuer haben auf drei Ebenen mehr als 45 Büros für rund 60 Mitarbeiter Platz gefunden, wie Stadtbauamtsmitarbeiterin Monika Schneider berichtet, die gemeinsam mit Salome Kimmig und Simone Striebel für die Organisation des Umzuges verantwortlich ist.

Monika Schneider vom Stadtbauamt ist gemeinsam mit Salome Kimmig und Simone Striebel für die Organisation des Umzuges verantwortlich.
Monika Schneider vom Stadtbauamt ist gemeinsam mit Salome Kimmig und Simone Striebel für die Organisation des Umzuges verantwortlich. | Bild: Stefanie Nosswitz
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Umzug wird seit vielen Monaten detailliert vorbereitet

Monatelange Planung und detaillierte Vorbereitung machen sich am ersten Umzugstag direkt bemerkbar. Monika Schneider ist entspannt, alles läuft zum Zeitpunkt des Gesprächs mit dem SÜDKURIER am Mittwochmittag bestens. „Bislang gab es keine bösen Überraschungen“, so Schneider. Gemeinsam mit dem Speditionsunternehmen Maier wurde ein Umzugsplan erstellt; die Profis sind mit 16 Mann und vier Lastwagen vor Ort. Am Mittwoch ziehen das zweite Obergeschoss (Stadtbauamt) sowie das erste und zweite Untergeschoss (Finanzverwaltung) um, die anderen Etagen folgen.

Auf fünf Tage ist der Umzug angesetzt: Das Team der Speditionsfirma Maier ist mit 16 Mann und vier Lastwagen vor Ort, hier laden Thomas Fazekas (links) und Volkan Öztürk Kartons aus.
Auf fünf Tage ist der Umzug angesetzt: Das Team der Speditionsfirma Maier ist mit 16 Mann und vier Lastwagen vor Ort, hier laden Thomas Fazekas (links) und Volkan Öztürk Kartons aus. | Bild: Stefanie Nosswitz

Im Hauptamt wird am Mittwoch noch gearbeitet

Im Rathaus sind kaum noch Mitarbeiter anzutreffen. Alle haben in den vergangenen Wochen und Tagen ihre Büros ausgemistet, leer geräumt und ihre Unterlagen in Kartons verpackt. Im Hauptamt – das erst nach Ostern umzieht – sitzt Mitarbeiterin Claudia Arnegger am Telefon, um die Termine für die Corona-Schnellteststelle in Leimbach zu koordinieren. Da das Telefon ständig klingelt, bekommt sie beim Kisten packen Unterstützung von Förster Jörn Burger. „Der Umzug ist gut strukturiert und ich freue mich auf mein neues Büro“, so Burger.

Förster Jörn Burger packt die letzten Aktenordner in die Kisten.
Förster Jörn Burger packt die letzten Aktenordner in die Kisten. | Bild: Stefanie Nosswitz
Bürgermeister Georg Riedmann packt persönlich mit an, bevor es in die Osterfeiertage geht. Hier der letzte Karton mit Dekomaterial, den er in die Schlossscheuer trägt
Bürgermeister Georg Riedmann packt persönlich mit an, bevor es in die Osterfeiertage geht. Hier der letzte Karton mit Dekomaterial, den er in die Schlossscheuer trägt | Bild: Stefanie Nosswitz

Auch Bürgermeister Georg Riedmann findet nur lobende Worte für den Ablauf. „Es macht Spaß, wie alle mithelfen und das ganze Haus anpackt. Die Stimmung ist gut“, so der Rathauschef, der es sich nicht nehmen lässt, den letzten Karton aus seinem Büro, gefüllt mit Dekomaterial, persönlich ins neue Büro zu tragen. Der Vorteil: zwischen Rathaus und Schlossscheuer liegen nur ein paar Meter.

Das neue Büro von Bürgermeister Georg Riedmann.
Das neue Büro von Bürgermeister Georg Riedmann. | Bild: Stefanie Nosswitz

Sandra Engler und Ruth Andris, Mitarbeiterinnen im Hauptamt, sitzen noch an ihren Computern. Seit vielen Jahren arbeiten die Frauen im Rathaus. „Es ist spannend, so einen Umzug mal mitzuerleben“, sagt Ruth Andris. Vor allem unterschätze man schnell, was sich in den Schränken so alles angesammelt hat.

Diese Erfahrung hat auch Bürgermeister Georg Riedmann gemacht, der noch Sachen seiner Vorgänger entdeckt hat. „Wir haben alles gesichtet und sehr genau entschieden, was wir behalten und was weggeworfen wird“, sagt Beate Geng, die im Vorzimmer des Bürgermeisters arbeitet. Auch sie ist erstaunt darüber, wie viele Kartons dann doch zusammenkommen. „Man ist froh, wenn später wieder alles an seinem Platz ist“, so Sandra Engler.

Frühere Maisonette-Hotelzimmer werden für zwei Jahre Büroräume für die Stadtverwaltung, hier das künftige Büro des Hauptamtes.
Frühere Maisonette-Hotelzimmer werden für zwei Jahre Büroräume für die Stadtverwaltung, hier das künftige Büro des Hauptamtes. | Bild: Stefanie Nosswitz