Das Sanierungs- und Modernizierungskonzept für vier städtische Spielplätze sind am Dienstagabend in jüngster Sitzung des Technischen Ausschusses des Gemeinderats in der Stadthalle von Johannes Göpel vom Überlinger Büro „Freiraumwerkstadt“ vorgestellt worden.

Stadträte befinden Sanierungskonzept unterm Strich für gut

Unterm Strich ist das Konzept für die Spielplätze Kapuzineröschle, Döllenstraße, Altschloss und Burg II vom Gremium für gut befunden worden. CDU-Stadtrat Alfons Viellieber lobte das Konzept, befand aber die Kosten von einigen Spielgeräten als „extrem hoch“ und wollte wissen, wie es um die Haltbarkeit dieser Geräte bestellt sei. Bürgermeister Georg Riedmann erklärte, dass man sich bewusst für gute Qualität entscheide und nicht einfach Katalogware anschaffen wolle.

Blick auf den Spielplatz Kapuzineröschle.
Blick auf den Spielplatz Kapuzineröschle. | Bild: Ganter, Toni

Der Spielplatz im Wohnquartier Kapuzineröschle soll für rund 10 000 Euro aufgewertet werden: Planer Göpel legte dar, dass Sitzbänke umplatziert und getrennt voneinander aufgestellt werden sollen. Eine Nestschaukel für Kleinkinder werde aufgestellt.

Sicherheitsmaßnahmen entlang Fahrbahn wegen Kleinkindern

Aus Gründen der Verkehrssicherheit soll eine Einfahrsperre entstehen, außerdem entlang eines Teilstücks der Straße Im Kapuzineröschle eine Hecke – als Abgrenzung zur Fahrbahn. Stadträtin Johanna Bischofberger (UWG) vertrat die Auffassung, die Hecke und Einfahrsperre sollten nochmals überprüft werden, das verändere den Charakter der Spielstraße. Göpel entgegnete, dass wegen Kleinkindern der Aspekt Sicherheit schon beachtet werden müsse. Ein Mitarbeiter des Büros Freiraumwerkstadt sei als Prüfer von Spielplätzen tätig und habe Wert darauf gelegt.

Mehr Bänke und größere Nestschaukel vorgeschlagen

Dann aber solle der gesamte Spielplatz durch eine Hecke oder Zaun abgegrenzt werden, befand Bischofberger. Auch Fraktionskollegin Christiane Oßwald sprach sich gegen das getrennte Aufstellen von Sitzbänken aus, das seien Orte der Kommunitation, die gerne genutzt werden. Eher sollten weitere Bänke aufgestellt und defekte Bänke repariert oder ausgetauscht werden. Besser sei es zudem, nach Möglichkeit eine größere Nestschaukel aufzustellen, die auch von älteren Kindern genutzt werden könne. Stadtrat Wolfgang Zimmermann (SPD) sprach sich für die Sicherheitsmaßnahmen Hecke und Einfahrsperre aus.

Die geplanten Maßnahmen auf dem Spielplatz Kapuzineröschle werden hinsichtlich Verkehrssicherheit – Hecke und Einfahrsperre zur Fahrbahn hin – sowie Ausstattung – größere Nestschaukel, nach Möglichkeit mehr Sitzbänke und diese näher beieinander – sowie Raumaufteilung überarbeitet.
Die geplanten Maßnahmen auf dem Spielplatz Kapuzineröschle werden hinsichtlich Verkehrssicherheit – Hecke und Einfahrsperre zur Fahrbahn hin – sowie Ausstattung – größere Nestschaukel, nach Möglichkeit mehr Sitzbänke und diese näher beieinander – sowie Raumaufteilung überarbeitet. | Bild: Stadt Markdorf/Freiraumwerkstadt

Die Stadtverwaltung werde die Pläne für den Spielplatz Kapuzineröschle „auf der Basis der geäußerten Anregungen in Abwägung der haftungsrechtlichen Beurteilung überarbeiten und dann ohne weitere Befassung in die Umsetzung gehen“, hat Bürgermeister Riedmann im Nachgang zur Sitzung auf Anfrage dieser Zeitung erklärt. Sprich: Verwirklichung also noch im laufenden Jahr.

Der Spielplatz an der Döllenstraße/Ecke Schwalbenweg.
Der Spielplatz an der Döllenstraße/Ecke Schwalbenweg. | Bild: Ganter, Toni

Die Sanierung des Spielplatzes Döllenstraße für rund 37 000 Euro folgt als nächstes Projekt. Die vom Planer und Stadtverwaltung vorgeschlagenen Maßnahmen: Sandkasten und Natursteinmauer; eine baumähnliche, horizontale Holzkonstruktion zum Klettern mit Schaukel, Seilkonstruktionen, Holzdeck und Baumhaus; neuer Zaun; die alte Spielburg wird abgebaut, ebenso die alte Schaukel.

Das Sanierungskonzept für den Spielplatz Döllenstraße.
Das Sanierungskonzept für den Spielplatz Döllenstraße. | Bild: Stadt Markdorf/Freiraumwerkstadt

Im Vorgriff auf die Sanierung des Spielplatzes Döllenstraße werde die Stadtverwaltung „die Planungen im Herbst mit den Anwohnern besprechen und Anregungen einarbeiten“, hat Riedmann auf weitere Nachfrage dieser Zeitung erklärt. Er schätzt, dass diese Planungen „im Gemeinderat dann zu Beginn des Jahres 2021 zur Freigabe der Planung und Ausschreibung auf der Tagesordnung stehen werden“.

Der Spielplatz Burg II am Ende der Georg-Friedrich-Händel-Straße.
Der Spielplatz Burg II am Ende der Georg-Friedrich-Händel-Straße. | Bild: Ganter, Toni

Der Spielplatz Burg II mit Plateau und Hanglagen am Ende der Georg-Friedrich-Händel-Straße soll in den Folgejahren zu Kosten von rund 40 000 Euro in zwei Etappen aufgepeppt werden.

Die vorgeschlagenen Aufwertungen des Spielplatzes Burg II am Ende der Georg-Friedrich-Händelstraße.
Die vorgeschlagenen Aufwertungen des Spielplatzes Burg II am Ende der Georg-Friedrich-Händelstraße. | Bild: Stadt Markdorf/Freiraumwerkstadt

Vorgeschlagene Maßnahmen: befestigte Fläche auf dem Plateau mit Sitzmöbeln und Natursteinmauer – mit Nutzungsmöglichkeit als „Mehrgenerationenplatz“ – zum Beispiel abends zum Boulespielen; Sandspielbereich mit Sandkasten, Sitzmöbeln und Sonnenschutz; Holzstämme und Holzdecks zum Klettern und Balancieren am Hang; errichten einer Holzstammkonstruktion beim vorhandenen Holz-Tipi; Baumhaus.

Der Spielplatz Altschloß an der Kreuzgasse.
Der Spielplatz Altschloß an der Kreuzgasse. | Bild: Ganter, Toni

Das Aufwerten des Spielplatzes Altschloß an der Kreuzgasse geschieht in den Folgejahren ebenfalls in zwei Etappen: versetzen des Zugangs nach Nord-Ost, der jetzige Zugang ist an einer abschüssigen Stelle; Holzkonstruktion „Drachennest“; Seilbahn; Sitzplatz mit Blick auf Spielplatz und Säntis; Sandspielbereich für kleine Kinder.

Die vorgeschlagenen Verbesserungen für den Spielplatz Altschloß an der Kreuzgasse.
Die vorgeschlagenen Verbesserungen für den Spielplatz Altschloß an der Kreuzgasse. | Bild: Stadt Markdorf/Freiraumwerkstadt

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