Ein Fall von Querdenkern, die sich in Deggenhausertal-Oberhomberg im Hotel-Restaurant Landgasthof Linde nicht an die Corona-Regeln halten wollten und vom Betreiber des Hauses verwiesen worden sind, sorgt für Gesprächsstoff.

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Die Corona-Verordnung vom 30. September ist eindeutig. Kunden müssen in Gastrobetrieben Mund-Nasen-Schutz tragen, solange sie nicht an ihrem jeweiligen Platz sind. Ausnahme: nachgewiesene Befreiung von der Maskenpflicht, im Regelfall durch Attest.

Jürgen Hess, Leiter Ordnungsamt Markdorf: „Gastronomen müssen mit verstärkten Kontrollen durch das Ordnungsamt rechnen. Der Gastwirt muss die Kontaktdatenerhebung machen, bevor Bestellungen aufgenommen werden.“
Jürgen Hess, Leiter Ordnungsamt Markdorf: „Gastronomen müssen mit verstärkten Kontrollen durch das Ordnungsamt rechnen. Der Gastwirt muss die Kontaktdatenerhebung machen, bevor Bestellungen aufgenommen werden.“ | Bild: Volk, Siegfried

Laut Auskunft von Jürgen Hess, Leiter Ordnungsamt der Stadt Markdorf, wird das Einhalten der Vorgaben überprüft: „Gastronomen müssen mit verstärkten Kontrollen durch das Ordnungsamt rechnen. Der Gastwirt muss die Kontaktdatenerhebung machen, bevor Bestellungen aufgenommen werden.“ Wenn es naheliegend sei, dass die Angaben der Kontaktdaten falsch sind, „kann der Betreiber vom seinem Hausrecht Gebrauch machen und dem Gast die Bewirtung verweigern beziehungsweise ihn auffordern, das Lokal zu verlassen.“

Wer falsche Kontaktdaten einträgt, muss mit Geldbußen von 50 bis 250 Euro rechnen.
Wer falsche Kontaktdaten einträgt, muss mit Geldbußen von 50 bis 250 Euro rechnen. | Bild: Heß, Jan Manuel

Hinweise oder Beschwerden, dass sich Kunden nicht an die Corona-Regeln halten wollen, wie in Deggenhausertal-Oberhomberg geschehen, sind laut Hess bislang nicht bei der Markdorfer Stadtverwaltung eingegangen. Er verweist auf die Konsequenzen: „Der baden-württembergische Bußgeldkatalog sieht hier eine Regelgeldbuße von 70 Euro vor. Der Bußgeldrahmen liegt bei 50 bis 250 Euro.“

„Sollten uns Verstöße gemeldet werden, gehen wir diesen selbstverständlich nach.“
Maria Wagner, Hauptamt Bermatingen

Die Bermatinger Gemeindeverwaltung hat ebenfalls ein Augenwerk auf das Einhalten der Regeln. „Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass sich die Gastronomen in Bermatingen ihrer Verantwortung im Umgang mit den Corona-Regelungen bewusst sind“, gibt Hauptamtsleiterin Maria Wagner Auskunft. Sie ergänzt: „Uns sind keine Verstöße bekannt. Sollten uns Verstöße gemeldet werden, gehen wir diesen selbstverständlich nach.“

Fabian Meschenmoser, Bürgermeister Deggenhausertal: „Wir sind in Kontakt mit den Gastronomen und wickeln eventuelle Kontrollen im Rahmen von spontanen Besuchen ab.“
Fabian Meschenmoser, Bürgermeister Deggenhausertal: „Wir sind in Kontakt mit den Gastronomen und wickeln eventuelle Kontrollen im Rahmen von spontanen Besuchen ab.“ | Bild: privat

Die Auskünfte von Bürgermeister Fabian Meschenmoser, Deggenhausertal, lauten ähnlich: „Wir haben bislang keine offiziell angekündigten Kontrollen durchgeführt. Wir sind in Kontakt mit den Gastronomen und wickeln eventuelle Kontrollen im Rahmen von spontanen Besuchen ab.“ Die Gastronomen seien sich ihrer Verantwortung bewusst und auch der Wirteverband Dehoga betone, dass eine reibungslose Bewirtung nur durch Einhalten der Vorgaben sichergestellt werden kann. Und: „Wir vertrauen auf unsere Gastronomen.“ Allerdings: „Am Wochenende wurden Gäste aus einer Gastronomie im Tal des Raumes verwiesen, weil sie sich nicht an die Maskenpflicht gehalten haben beziehungsweise das Attest nicht vorzeigen wollten. Ansonsten sind mir keine Meldungen bekannt.“ Das betrifft den eingangs erwähnten Fall.

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