Die Freien Wähler Markdorf melden sich mit einer Stellungnahme zur Kommunalpolitik zu Wort und kritisieren, dass Stadtverwaltung und Gemeinderat in Zeiten der Corona-Krise auf zu vielen Feldern untätig seien. In der Region könne man um die verhältnismäßig geringen Auswirkungen der Corona-Pandemie froh sein. Dennoch dürfe man die Probleme der bedrohten Betriebe, Handwerker, Dienstleister, Händler und Gastronomen nicht vergessen, heißt es. Welche Unterstützung könnten Verwaltung und Gemeinderat leisten, sei die Frage.

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Latscheplatz-Umbau wäre Signal gewesen

Nach der jüngsten Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag würden sich die Freien Wähler (FW) „große Sorgen machen, ob die Verantwortlichen in Markdorf auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie die richtigen Antworten haben“. Der geplante „shared space“, die gemeinsame Verkehrsfläche am Latscheplatz zur Überwindung der Trennung von Hauptstraße und Marktstraße, „wäre ein starkes Signal an Händler und Gastronomie„ gewesen, so die FW in ihrem Schreiben, das deren Vorsitzende Irene Holstein versendet hat: „Warum wurde das von der Mehrheit im Gemeinderat abgelehnt? Unklar.“ Der Rat hatte den Beschluss darüber auf den Herbst verschoben.

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Mehr Hilfe für Betriebe

Warum spare die Stadt die Kosten der ausgefallenen Aktionen und Feste ein, statt das Stadtmarketing, die Händler und Gastronomen mit dem Geld durch Aktionen zur Kundenbindung, etwa durch Rabatte, Werbung, Anzeigen, Verlosungen, Willkommensaktionen oder auch Azubi-Werbung, zu stärken, fragen die FW. Dies alles müsse ohne zusätzlichen Belastungen für die geschwächten Betriebe passieren, mahnen die FW. „Warum wird hier die finanzielle Reserve der ausgefallenen Aktionen eingespart? Unklar.“

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Marke Markdorf stärken

Notwendig sei „ein starkes Netzwerk mit proaktiver Unterstützung der Stadt“, auch um die Marke Markdorf wieder in die Außenwahrnehmung zu bringen. „Warum bringt sich die Stadt hier nicht verstärkt mit Tourismusbüro und Marketing ein? Unklar“, bemängeln die FW. Kunst in der Stadt, Musik in der Stadt, Grün in der Stadt – dies seien denkbare Maßnahmen, um die Aufenthaltsqualität während der Krise kreativ zu verbessern, auch für die Besucher der Stadt. Dies wäre ein „antizyklisches Verhalten und die Menschen brauchen diese positiven Signale“, heißt es: „Warum werden hier die Verwaltung und der Gemeinderat nicht aktiv? Unklar.“

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In Zeiten der Corona-Krise müssten die Menschen ohnehin bereits zu viele Unklarheiten und Unsicherheiten aushalten, schreiben die Freien Wähler. „Es ist Aufgabe der Stadt, mit allen ihren Gremien hier positive Signale und Sicherheit für die Zukunft zu vermitteln. Wann passiert hier endlich etwas?“, appelliert die politische Gruppierung an Verwaltung und die anderen Mitakteure im Gemeinderat.

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