Ich freue mich auf die Schule!“ Diesen Satz haben die letzten Tage sicherlich (und hoffentlich) einige Eltern gehört. Endlich einmal. Eine schöne Alternative zu „Schon wieder Schule?!“ oder „Keine Lust, will noch schlafen.“ Nach 15 Wochen „ohne“ freut sich meine Tochter – auf all ihre Klassenkameraden, auf ihre Lehrerin, die Pausen, das Lernen, das Spielen. Genug Homeschooling, genug Ärger mit Mama, genug allein lernen, abgelenkt von den eigenen Spielsachen oder dem kleineren Bruder, der ja unfairerweise nicht lernen musste.

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„Mama, da liegt Corona im Gras!“

Direkt am Parkplatz dann die nächste Aussage: „Mama, da liegt ja Corona!“ Rot, rund, mit blauen und gelben „Bobbeln“ lag es da im grünen Gras – das Hundespielzeug. Aber ja, eine gewisse Ähnlichkeit konnte man nicht abstreiten. Kurz vor der Schule traf Emma dann auf die erste Freundin. Auch die freute sich sichtlich: „Endlich wieder normal!“ Normal?! Was ist denn inzwischen normal? Was wird zur Normalität werden und was bleibt immer etwas befremdlich?

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Pförtnerdienst am Kindergarten

Meinen Sohn beispielsweise gebe ich im Kindergarten inzwischen beim „Pförtnerdienst“ ab, den Kindergarten selbst habe ich seit Mitte März nicht mehr betreten. Diese Verabschiedung direkt vor dem Kindergarten bringt auch viele Vorteile – zumindest sparen wir uns so die Diskussionen um die Hausschuhe und den Spagat zwischen dem letzten Kuss und dem Sprung zur Arbeit.

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Homeschooling war äußerst anstrengend

Ich freue mich für die Kinder und auch für all die Eltern, dass nun endlich wieder Regelbetrieb herrscht. Denn so sehr man seine Kinder liebt, Homeschooling neben Homeoffice, Kontaktverbote und Großeltern meiden, das alles empfand zumindest ich als äußerst anstrengend. Normal fand ich es am ersten Tag in der Schule jedoch nicht. Weiterhin geht viel Zeit der Unterrichtsstunden für Hygienemaßnahmen drauf. Hände waschen beim Ankommen, vor und nach dem Essen, nach der Pause. Wir Erwachsenen tragen Mundschutz, müssen Abstand halten und beraten die Schüler jetzt in unserem „Lehrer/Schülerbüro“ hinter Plexiglas. Den Schülern selbst fiel es unfassbar schwer, ruhig auf ihrem Platz zu sitzen und konzentriert zu arbeiten. Verständlich einerseits, mühsam und anstrengend andererseits. Bis wir alle nach diesen Ausnahmemonaten wieder „in der Spur“ sind, da kommen schon die Sommerferien. Und danach – wer weiß es? Von normal jedenfalls fühle ich mich noch ein gutes Stück entfernt.