„Lieber jetzt einen harten Lockdown als diese halbherzigen Einschränkungen noch für mehrere Monate“: Michaela Maihöfer, Geschäftsführerin des Markdorfer Damenmodegeschäfts „Fashion by E.“ hat eine klare Meinung zum am Wochenende verfügten harten Einzelhandel-Lockdown. „Ich glaube zwar nicht, dass sich die Kunden bei uns angesichts unserer strengen Hygienemaßnahmen anstecken können, aber die Entscheidung der Politik finde ich gut“, sagt sie.

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Der Montag beginnt noch verhalten

Gemeinsam müsse man durch diese Phase nun einfach „knallhart“ durch, sagt Maihöfer. Am Wochenende, als sich der harte Lockdown abgezeichnet hatte, seien die Geschäfte nochmals sehr gut gelaufen, viele Kundinnen wollten das letzte Bummel-Wochenende vor Weihnachten nochmals nutzen. Am Montagvormittag hingegen sei es bislang noch sehr verhalten, sagt sie. Aber gegen 9 Uhr sei das auch nicht weiter verwunderlich. Sie rechne damit, dass die Frequenz später am Tag und auch noch am Dienstag durchaus nochmals zulegen werde.

Roy und Michaela Maihöfer führen das Modegeschäft „Fashion by E“ und den Esprit-Store im Proma. Michaela Maihöfer findet den harten Lockdown durchaus richtig. Ein weiteres monatelanges Herumlavieren mit halbherzigen Einschränkungen sei auf Dauer schädlicher, sagt sie.
Roy und Michaela Maihöfer führen das Modegeschäft „Fashion by E“ und den Esprit-Store im Proma. Michaela Maihöfer findet den harten Lockdown durchaus richtig. Ein weiteres monatelanges Herumlavieren mit halbherzigen Einschränkungen sei auf Dauer schädlicher, sagt sie. | Bild: Grupp, Helmar

Marketing-Chefin Fieber: „Brutal und niederschmetternd“

Für Lucie Fieber, Geschäftsführerin des Standortmarketings Markdorf Marketing, das die Dachorganisation für die Einzelhändlervereinigung Aktionsgemeinschaft Markdorf ist, stellt sich die neue Lage dramatisch dar. „Es ist brutal und niederschmetternd“, sagt sie auf Anfrage am Montag. Denn man wisse ja nicht, wie lange der harte Lockdown tatsächlich gehen werde. Der Handel, so Fieber, werde sich darauf einstellen müssen, dass auch nach dem 10. Januar noch geschlossen bleiben müsse.

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Umso mehr komme es nun auf die Solidarität vor Ort an, appelliert Fieber: „Wir rufen alle Bürger eindringlich dazu auf, die Händler und Gastronomen vor Ort auch in den kommenden Wochen tatkräftig zu unterstützen.“ Dies sei vor allem per Gutscheine möglich. Entweder mit dem Markdorf-Gutschein oder mit individuellen Gutscheinen der Händler.

Lucie Fieber, Geschäftsführerin Markdorf Marketing: „Es wird sicher den ein oder anderen Händler auch in Markdorf geben, der aufgeben wird. Aber es bleiben immer noch viele, die kämpfen wollen und werden.“
Lucie Fieber, Geschäftsführerin Markdorf Marketing: „Es wird sicher den ein oder anderen Händler auch in Markdorf geben, der aufgeben wird. Aber es bleiben immer noch viele, die kämpfen wollen und werden.“ | Bild: Markdorf Marketing

Furcht vor Händler-Insolvenzen

Vermutlich werde aber auch das nicht allen helfen, denkt sie: „Es wird sicher den ein oder anderen Händler auch in Markdorf geben, der aufgeben wird. Aber es bleiben immer noch viele, die kämpfen wollen und werden.“