Ob weiß, grün oder violett – er ist gesund. Lange hat Spargel zu jenen Heilpflanzen gezählt, die Apotheker vorrätig haben mussten. Vor der Mahlzeit genossen, gebe er den verlorenen Appetit zurück und öffne obendrein die Verstopfungen der Leber, heißt es in einem alten Lexikon.

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Heute scheint dieser therapeutische Wert weniger beachtet zu werden, der Spargel zählt nicht nur als Appetitanreger und hilfreiches Arzneimittel. Er wird geschätzt als überaus wohlschmeckendes Gemüse. Manche erheben die schlanken Stängel gar zum „Königsgemüse“, bezeichnen es auch als weißes Gold.

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Und doch gibt Jana Hauke dem grünen Spargel den Vorzug. „Er schmeckt mir besser – am liebsten gegrillt“, verrät die Verkäuferin am Stand mit dem Tettnanger Spargel auf dem Bauernmarktbereich beim Hexenturm. Jana Haukes Beobachtung: „In Friedrichshafen wird vor allem der weiße, geschälte Spargel verlangt.“ In Markdorf dagegen tendierten die Kunden eher zu den grünen Stangen.

Grillspargel

Am Ende sei es Geschmackssache, findet die Spargelverkäuferin. Ihr gefalle die intensivere Nuance. Nicht im Boden, sondern an der Sonne wachsend, produziert die grüne Spargelsorte Chlorophyll. Sie bildet mehr Vitamin C, auch mehr Betacarotin, aber auch mehr andere Stoffe wie Eisen, Kupfer, Magnesium aus als seine weißen, in Erddämmen gezogenen Vettern.

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Wer die entschlackenden, entwässernden, entgiftenden Wirkungen, vor allem aber das besondere Geschmackserlebnis des Spargels genießen möchte, der hat noch Zeit bis zum 25. Juni. Mit der Kirschen- endet die Spargelzeit.