Nach einer bestätigten Corona-Infektion eines J 1-Oberstufenschülers des Gymnasiums am Bildungszentrum Markdorf hat es seit vergangenem Wochenende keine weiteren Fälle gegeben. Stand Donnerstagmittag, 15. Oktober, erklärt Schulleiterin Diana Amann: „Wir haben vom Gesundheitsamt keine Benachrichtigung über weitere Infektionsfälle bekommen.“

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Am Nachmittag kurz vor 15 Uhr verfügt Robert Schwarz, Sprecher des Landratsamtes Bodenseekreis, über aktuelle Informationen aus dem Gesundheitsamt. „Es gibt kein Infektionsgeschehen an der Schule, ausgehend von dem am vergangenen Wochenende bekanntgewordenen Fall.“

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44 Oberstufenschüler sowie fünf Lehrer sind in Quarantäne, vorsorglich hat der gesamte J1-Jahrgang, also die Klassenstufe 12, nach Rücksprache mit dem Regierungspräsidium Tübingen Fernunterricht. „Das Homeschooling läuft, das Angebot wird angenommen“, berichtet Amann. Zusätzlich zu den bestehenden drei Computerräumen sind zwei Klassenzimmer mit Technik für den Fernunterricht ausgestattet worden: WLAN, Notebook, Dokumentenkamera auf rollbarer Station sowie Monitor und Tastatur am Lehrerplatz, somit ist man auch für Videokonferenzen gerüstet.

„Lehrer, die nicht in Quarantäne sind, können die Jahrgangsstufe 1 nachmittags im Homeschooling mit eigenen Endgeräten unterrichten“, gibt Amann Auskunft. „Die Schüler in Quarantäne bekommen über die Internetplattform ‚Moodle‘ Aufgaben zum Bearbeiten gestellt.“ Über diese Plattform werden auch Videokonferenzen abgehalten.

Weniger als 25 Prozent Unterrichtsausfall in Unter- und Mittelstufe

Die Quote des ausfallenden Präsenzunterrichts in der Unter- und Mittelstufe beziffert der stellvertretende Schulleiter Roger Brand „auf weniger als 25 Prozent“. Dies soll ebenfalls durch Fernunterricht ausgeglichen werden.

Herausforderung und Mehrbelastung für Lehrer

Die coronabedingte Situation verlangt den Gymnasiallehrern einiges ab. „Die Kombination aus Homeschooling und Präsenzunterricht ist eine organisatorische Herausforderung und ein Kraftakt“, legt Schulleiterin Amann dar. Es sei gar nicht so einfach, die 125 Unterrichtsstunden pro Woche der Lehrer, die in Quarantäne sind, auszugleichen. Und es gebe zu wenige Lehrer, die für diese Kollegen Aufsicht in Klassen übernehmen können. Dies soll laut Amann ebenfalls durch Homeschooling mittels ‚Moodle‘ ausgeglichen werden.

Wie die Schulleiterin zudem berichtet, sind zwei Lehrer erkrankt, aber nicht an Corona. Somit seien weitere 50 Unterrichtsstunden pro Woche, in Summe 175, mit den verbliebenen 71 Lehrern zu bewerkstelligen. „Das bedeutet hohe Mehrbelastungen, weil sie Vertretungsunterricht leisten müssen.“

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