Wenige Minuten vor Beginn des dritten Markdorfer Street-Food-Marktes war Veranstalter Markus Fetscher die Anspannung anzumerken. Etwa 4000 Euro an Mehrausgaben hat er für die Hygieneauflagen ausgegeben und das Rahmenprogramm gekürzt, damit der Markt auch zu Corona-Zeiten stattfinden kann.

Die letzten Vorbereitungen kurz vor der Eröffnung, Florian Burgau befestigt den Scanner, der die Besucher zählt.
Die letzten Vorbereitungen kurz vor der Eröffnung, Florian Burgau befestigt den Scanner, der die Besucher zählt. | Bild: Lang, Andreas

Wie kommt der Markt bei den Besuchern an?

Dennoch gab es einige Unwägbarkeiten: Wie wird das Wetter und „trauen“ sich die Markdorfer zur ersten größeren Veranstaltung seit vielen Monaten. Da die Wettervorhersage Regen ankündigte, hatte sich der aus Frankfurt kommende Food-Truck abgemeldet. Doch Markus Fetscher kennt die Szene sehr gut und konnte mit etwas Organisationsglück kurzfristig einen Ersatztruck ordern.

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Insgesamt 400 Besuchen durften maximal gleichzeitig auf dem Marktplatz sein. Um über die Anzahl auf dem Laufenden zu sein, wurde am Eingang ein Kamera Tracking System installiert. Fünf Minuten vor Beginn der Veranstaltung war es noch ruhig.

Erste Schlangen bilden sich im Eingangsbereich

Der Marktplatz ist eingezäunt und es gibt nur einen Einlass am Rathaus. Hier herrscht große Sorgfalt bei der Sicherheitskontrolle, alle Besucher werden gezählt und registriert und müssen sich an die Hygieneverordnung halten.
Der Marktplatz ist eingezäunt und es gibt nur einen Einlass am Rathaus. Hier herrscht große Sorgfalt bei der Sicherheitskontrolle, alle Besucher werden gezählt und registriert und müssen sich an die Hygieneverordnung halten. | Bild: Lang, Andreas

Doch direkt um 12 Uhr bildete sich direkt eine kleine Warteschlange, denn alle Besucher mussten auch ihre Daten hinterlassen. „Das ist verrückt, ich habe mich nur kurz umgedreht und jetzt stehen plötzlich Besucher da“, war Markus Fetscher sichtlich erleichtert.

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Gäste genießen die Auswahl und das leckere Essen

„Wir freuen uns, hier mal wieder richtig schlemmen zu können“ , so Saskia Förster, die mit ihre Freuden gekommen war. Sie waren die ersten Besucher, die durch den Eingang marschierten. Nachdem die Freunde sich registriert hatten, ging der erste Weg zu einem Burger-Stand.

Deniz Yanmz und Doraff Xhydollari haben alle Hände voll zu tun. An ihrem „Büffel Bill Burger“-Stand stehen die Besucher Schlange.
Deniz Yanmz und Doraff Xhydollari haben alle Hände voll zu tun. An ihrem „Büffel Bill Burger“-Stand stehen die Besucher Schlange. | Bild: Lang, Andreas

Auch Kathi Müller aus Fürstenfeldbruck schlendert mit ihrer Familie über den Marktplatz. „Heute ist unser erster Urlaubstag, wir haben den Streetfood-Markt zufällig entdeckt und finden das Angebot super“, so Müller, die nun die Qual der Wahl hat.

Die Urlaubsgäste aus Fürstenfeldbruck Kathi Müller und Christian Müller genießen mit ihren Kindern Moritz und Frieda den Markt, den sie auf ihrer Durchreise zufällig entdeckt haben.
Die Urlaubsgäste aus Fürstenfeldbruck Kathi Müller und Christian Müller genießen mit ihren Kindern Moritz und Frieda den Markt, den sie auf ihrer Durchreise zufällig entdeckt haben. | Bild: Lang, Andreas

14 Trucks stehen am Wochenende auf dem Marktplatz

Insgesamt 14 Food-Trucks bieten ein reichhaltiges Angebot aus verschiedenen Ländern, so gab es kulinarische Spezialitäten aus dem Balkan, Italien oder Mexiko aber auch die heimischen Käsespätzle sowie Vegetarisches und Süßspeisen waren vertreten.

Andrei Bednasch zaubert in Windeseile die süßen Baumstriezel.
Andrei Bednasch zaubert in Windeseile die süßen Baumstriezel. | Bild: Lang, Andreas

Die Food-Truck-Betreiber sind am Sonntagmittag mit den Umsätzen zufrieden. „Wenn man bedenkt, dass wir am ersten Tag fast nur schlechtes Wetter hatten, sind wir zufrieden. Mit besseren Wetter wäre sicherlich ein besserer Umsatz möglich gewesen“, sagt Deniz Yanmz vom Burger-Truck Büffel Bill.

Klaus Braig lässt es auf seinen Grill-Smoker kräftig bruzzeln. Das gibt den Burgern den richtigen Geschmack und Biss.
Klaus Braig lässt es auf seinen Grill-Smoker kräftig bruzzeln. Das gibt den Burgern den richtigen Geschmack und Biss. | Bild: Lang, Andreas

„Es ist kein Vergleich, wie es vor der Pandemie war, die Leute sind sehr verhalten. Einige Besucher habe ich gesehen, die sogar beim Essen die Schutzmasken nicht abnahmen“, so Michael Dreher von King of Wrap. „Unterm Strich hat sich aber die Anfahrt von Balingen nach Markdorf gelohnt“, zieht Dreher ein positives Fazit.

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Am Samstagabend ist die Kapazitätsgrenze erreicht

Sind die Besucherzahlen am Samstag tagsüber eher übersichtlich, so kommt es am Abend zu einem größeren Besucherandrang, womit die Kapazitätsgrenze schnell erreicht ist. Die Besucher müssen bis zu knapp einer halben Stunde Wartezeit in Kauf nehmen.

Bianca Schock lässt sich vom einsetzenden Regen am Samstagmittag nicht beeindrucken.
Bianca Schock lässt sich vom einsetzenden Regen am Samstagmittag nicht beeindrucken. | Bild: Lang, Andreas

Am Sonntag herrscht reges Treiben, die Besucherkapazität ist wieder schnell erreicht. Durch das ständige Kommen und Gehen halten sich die Wartezeiten mit meist wenigen Minuten in Grenzen. Die meisten zeigen Verständnis, bleiben besonnen und nehmen die Vorschriften in Kauf.

Adib Iraki bereitet frische vegetarische Gerichte zu, die bei bei den Besuchern sehr gut ankamen und sehr beliebt waren.
Adib Iraki bereitet frische vegetarische Gerichte zu, die bei bei den Besuchern sehr gut ankamen und sehr beliebt waren. | Bild: Lang, Andreas

„Ich bin so froh, dass Veranstaltungen wie diese wieder stattfinden dürfen, es gibt uns ein Stück Lebensgefühl zurück“, so die Kölnerin Birgit Reichle, die in Salem Urlaub macht.

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Veranstalter Markus Fetscher ist in seinem Element

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Auch Markus Fetscher war froh, dass der dritte Streetfood-Markt auch unter etwas anderen Bedingungen gut über die Bühne gegangen ist.