Bei den Wassergebühren der Stadt müssen sich die Markdorfer auf höhere Kosten einstellen: Ab Januar 2022 beabsichtigt die Stadt, die Niederschlagswassergebühr von aktuell 0,50 Euro je Quadratmeter Fläche auf 0,58 Euro je Quadratmeter zu erhöhen. Ein Grund sei ein inzwischen höherer Aufwand für die Niederschlagswasserbeseitigung, heißt es in der Vorlage der Verwaltung für die nächste Sitzung des Gemeinderates am kommenden Dienstag, 19. Oktober. Der Gemeinderat muss diesem Beschlussvorschlag noch zustimmen.

Beim Niederschlagswasser zahlt die Stadt aktuell offenbar drauf: Jedenfalls zeigt das bereinigte Rechnungsergebnis für 2019 eine Kostenunterdeckung von knapp über 146 000 Euro. Beim Schmutzwasser hingegen hat die Stadt im Rechnungsjahr 2019 einen Überschuss in Höhe von rund 167 600 Euro erzielt. Schmutzwasser und Niederschlagswasser werden bei den Abwassergebühren getrennt erhoben. Für die Berechnung des Niederschlagswassers wird die versiegelte Fläche des Grundstücks herangezogen. Dazu zählen zum Beispiel auch Garagenvorplätze.

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Beschließt der Gemeinderat am Dienstag die neue Gebührenkalkulation, dann werden die Gebühren bis Ende 2023 auf alle Fälle unverändert bleiben. Wie es danach aussieht, ist noch offen. Denn auch Gewinne, wie nun im Bereich des Schmutzwassers, müssen ausgeglichen werden. Dies allerdings erst innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren.