Wann die Schüler und Vereine das frisch sanierte Gebäude wieder nutzen dürfen, zeichnet sich erst jetzt ab. „Nach den Pfingstferien gehen unsere Oberstufenschüler wieder hinein“, erklärt Diana Amann, Direktorin des BZM-Gymnasiums. Beschränkt ist diese Erlaubnis auf jene Schüler, bei denen Sport Bestandteil der Abiturprüfung werden wird. Alle anderen Schüler werden die Halle wohl erst nach den Sommerferien benutzen dürfen.

Mitte März wurde noch mit Hochdruck gearbeitet, um den geplanten Beginn des Sportunterrichts am 16. März zu halten.
Mitte März wurde noch mit Hochdruck gearbeitet, um den geplanten Beginn des Sportunterrichts am 16. März zu halten. | Bild: Jörg Büsche

„Es ist viel heller als vorher“, erklärt Klaus Spatzier. Die frisch sanierte Halle habe optisch hinzugewonnen, findet der stellvertretende Rektor des Schulverbunds. Er unterrichtet auch Sport. Von daher habe ihn natürlich besonders interessiert, was sich in dem jahrzehntealten Bau verändert. Von aktuellen Erfahrungen aus dem Sportunterricht kann er noch nicht zehren.

Zahlen und Fakten

Denn als die Halle im März wiedereröffnet werden sollte, kam das Aus für alles Turnen, Springen und Spielen. Die strengen Auflagen der Corona-Verordnungen untersagten jedweden Sport. Mithin auch den Schulsport, weil der zu unerwünschten Kontakten zwischen den Schülern geführt hätte.

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Leck im Dach verzögert Arbeiten

Beinahe wäre es doch noch zu ersten Unterrichtserfahrungen in der renovierten Halle gekommen. Wenn da nicht das Leck im großflächigen Dach gewesen wäre. Starke Regengüsse, eindringendes Wasser hatten die Arbeiten merklich verzögert. Sodass die ursprüngliche Wiedereröffnung verschoben werden musste, erklärt Klaus Spatzier. Er berichtet von etlichen Neuerungen. Vor allem was die Sanitäranlagen anbelangt, gebe es deutlich mehr Komfort als vorher.

Neue Duschen für Schüler und Vereine.
Neue Duschen für Schüler und Vereine. | Bild: Jörg Büsche

Sie sehen wie neu aus: Die Tribünenbänke in der Sporthalle wurden abgeschliffen, ihre hölzernen Sitzflächen behandelt. In der Woche vor der coronabedingten Schließung waren die Handwerker noch mit Hochdruck an der Montage.

Wieder aufbereitet wurden die Bänke auf den Zuschauerrängen – und ein ganzes Stück höher als vorher ist nun die Brüstung: Bild: Jörg Büsche
Wieder aufbereitet wurden die Bänke auf den Zuschauerrängen – und ein ganzes Stück höher als vorher ist nun die Brüstung: Bild: Jörg Büsche | Bild: Jörg Büsche

Wie Karsten Richter, im Haustechnikteam des Bildungszentrums zuständig für die Sportanlagen, berichtet, habe der Pandemie-Lockdown durchaus auch seine guten Seiten gehabt: „Für vieles hatten wir jetzt doch noch etwas Zeit“, erklärt der Hausmeister. Details konnten genau überprüft, manches noch einmal nachjustiert werden, ohne dass die Hektik des Schul- beziehungsweise des Vereinsalltags gestört hätte.

Ihm gefällt sein frisch sanierter Arbeitsplatz: Karsten Richter vom Haustechnikteam des Bildungszentrums ist zuständig für die Sportanlagen.
Ihm gefällt sein frisch sanierter Arbeitsplatz: Karsten Richter vom Haustechnikteam des Bildungszentrums ist zuständig für die Sportanlagen. | Bild: Jörg Büsche

Wenn Hausmeister Richter über die Sanierung spricht, dann klingt er so wie Klaus Spatzier: überaus zufrieden. „Mir gefällt zum Beispiel die Spiegelwand hier“, erklärt Richter im Gymnastikraum, der auch von den Kampfsportlern genutzt wird. Ihre Körperhaltung, die Bewegungsabläufe haben Gymnastinnen und Taekwondo-Kampfkünstler nun selber im Blick.

LED-Leuchten reagieren automatisch

Und das, so führt Richter vor, zu jeder Tageszeit. 500 Lux, so viel Licht wie Arbeitsmediziner fürs konzentrierte Arbeiten am Schreibtisch empfehlen, bringen die neu installierten LED-Leuchten in die Halle – überall und immer, wenn Licht gebraucht wird. So wie in dem Moment etwa, da Hausmeister Richter die Jalousien des Gymnastikraums herablässt, um vorzuführen wie die LED-Leuchten reagieren.

Luxuriös wirken die neuinstallierten Sanitäranlagen in der Sporthalle eigentlich nicht, aber in ihrer nüchternen Schlichtheit trotzdem gediegen. Toiletten gibt es nun in allen Umkleidebereichen. Und auch hier steuert sich alles über Sensoren – natürlich auch das Licht.

Schlicht und sauber: die neuen Schülerumkleiden.
Schlicht und sauber: die neuen Schülerumkleiden. | Bild: Jörg Büsche

Es sind die Details, die den Aufenthalt nach der Sanierung spürbar verändern. Details, bei deren Planung sich die Lehrkräfte ebenso eingebracht haben wie die Vereine. Künftig macht die verbesserte Schallisolation den Sportunterricht weniger nervenaufreibend. Automatische Türsysteme erleichtern die Arbeit der Hausmeister, die neue Be- und Entlüftungsanlage sorgt nicht nur für saubere Luft. Ganz wichtig bei der Sanierung war der Brandschutz. So ist nun unter anderem für rauchfreie Fluchtwege gesorgt.

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