Hauptamtsleiter Klaus Schiele hat in jüngster Gemeinderatssitzung am Dienstagabend in der Stadthalle die jährliche Kindergartenbedarfsplanung vorgestellt. Das Kindergartenjahr 2019/2020 gehe „im Rahmen der Erwartungen“ zu Ende, es habe nahezu Vollbelegung gegeben.

Schwieriges neues Kindergartenjahr

Klaus Schiele sprach von einem „schwierigen“ neuen Kindergartenjahr. Derzeit gebe es noch sechs freie Plätze über alle Einrichtungen hinweg, teils wegen Wegzügen, teils weil Eltern den gemeldeten Bedarf zurückgenommen haben. Der derzeit bekannte Bedarf an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige (U3) könne erfüllt werden. Im Ü3-Bereich sei es schwieriger. Es sei absehbar, dass es im Dezember eine Vollbelegung geben werde.

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Zum heutigen Zeitpunkt ist es laut Hauptamtsleiter es so, dass nach Rücksprachen wegen der Bedarfsmeldungen sich 33 Eltern bereit erklärten, mit der Aufnahme ihrer Kinder bis zum 1. September 2021 warten zu können. „Bei zwingendem Betreuungsbedarf werden weiterhin Kinder aufgenommen“, sagte der Hauptamtsleiter. Da Eltern zugunsten anderer noch bis September 2021 warten, sei es möglich, dass trotz angespannter Situation alle Wünsche erfüllbar seien.

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Angesichts der Prognosen des Statistischen Landesamtes über die Entwicklung der Kindergartenzahlen in Markdorf – im Gegensatz zum vergangenen Jahr sind von dieser Stelle nun niedrigere Werte angesetzt – sei absehbar, dass „ab 2021 eine Beruhigung eintreten sollte“.

Diese Markdorfer Kindergartenzahlen hat das Statistische Landesamt anhand eines Datensatzes Stand 20. Mai ermittelt und Prognosen erstellt.
Diese Markdorfer Kindergartenzahlen hat das Statistische Landesamt anhand eines Datensatzes Stand 20. Mai ermittelt und Prognosen erstellt. | Bild: Statistisches Landesamt/Grafik: Müller, Cornelia

Der Gemeinderat habe die richtigen Entscheidungen getroffen: Neubau Kindergarten in Markdorf-Süd, Erweiterung Kita St. Elisabeth, Erweiterung des U3-Angebots. Bei Bedarf könne auch der Natur- und Waldkindergarten erweitert und ein zweiter Bauwagen angeschafft werden. In den Jahren 2021 bis 2023 könnten insgesamt je bis zu 580 Betreuungsplätze angeboten werden. Bürgermeister Georg Riedmann ergänzte, dass man Überbelegungen in den Gruppen vermeiden wolle.

Wunsch von Eltern, U3-Plätze zu splitten

CDU-Stadträtin Martina Koners-Kannegießer merkte an, dass es Anfragen von Eltern gibt, ob die U3-Plätze auch gesplittet werden könnten, weil nicht von allen Eltern fünf Betreuungstage pro Woche gewünscht seien. Aus persönlicher Erfahrung heraus könne sie keine Nachteile feststellen. Bürgermeister Georg Riedmann erklärte, seitens der Stadtverwaltung wolle man nicht ausschließen, auch in diese Richtung zu denken.

Geschwisterkinder im Regelfall in derselben Kita

Die Stadträtinnen Kerstin Mock (CDU) und Christiane Oßwald (Umweltgruppe) hakten nach, ob es – wie von Eltern dargelegt – zutreffe, dass Geschwisterkinder nicht dieselbe Kita besuchen können.

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Dies entkräftete Hauptamtsleiter Schiele. „Es ist schon so, das Geschwisterkinder dort aufgenommen werden, wo sich das ältere Kind bereits befindet. Das ist bei uns gang und gäbe.“ Es werde grundsätzlich geschaut, ob es möglich ist, dass die Geschwister nicht in dieselbe Gruppe gehen – auch davon gebe es Ausnahmen. „Es kann tatsächlich in wenigen Fällen sein, das sind absolute Ausnahmen, bis der Wunschkindergarten zur Verfügung steht, dass ein Kind auch mal in einem anderen Kindergarten ist.“