Messe- und Kongress-Eventmanagerin, Destinations- und Kulturmanagerin oder doch lieber ins internationale Business? Louisa Mehr ist 17 und auf der Suche nach ihrem künftigen Ausbildungsweg. Die J-2-Schülerin am Gymnasium des Bildungszentrums (BZM) ist bei der Auswahl aber schon einen großen Schritt weiter, als viele ihrer Altersgenossen. Oberstufenschülern, die gleichfalls vor ihrer Reifeprüfung stehen, jedoch nicht wissen, wo es nach dem Abitur hingehen soll? In eine Ausbildung, ein Studium, aber wo – an einer Universität oder einer Fachhochschule?

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Louisa Mehr besitzt schon etwas mehr Klarheit. Sie hat sich für ein Duales Studium entschieden. Das heißt, sie will während der Ausbildung die praktische Arbeit in einem Unternehmen mit der Theorie aus Vorlesungen und Seminaren an einer Hochschule mischen. Woher sie weiß, dass dieser Weg für sie der richtige ist? Die Oberstufenschülerin hat sich bei den Studientagen der Dualen Hochschulen Baden-Württemberg informiert – in Ravensburg und in Stuttgart.

Hoher Informationsstand bei den Schülern ist die Ausnahme

„Ein so hoher Informationsstand ist schon die Ausnahme“, erklärt Gabi Marquardt. Bei der Agentur für Arbeit Überlingen ist sie Beraterin für akademische Berufe. Regelmäßig kommt sie ans BZM-Gymnasium, wo sie im Raum 276 mit den angehenden Abiturienten über deren beruflichen Ziele spricht. „Wir machen das völlig kostenlos“, erklärt die Berufsberaterin. Eine Leistung, die nicht selbstverständlich sei, tummelten sich doch etliche Anbieter auf dem Markt, die sich ihre Orientierungshilfe bezahlen lassen.

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Und Orientierungshilfe sei nötig. Immerhin gibt es allein rund 20.000 Studiengänge in Deutschland. Nehme man die rein beruflichen Ausbildungszweige noch mit dazu, verdichtet sich alles zu einem undurchdringlichen Gestrüpp, in das Gabi Marquardt mit Hilfe ihrer Struktur-Karten Schneisen schlägt. Die nämlich trennen nach Interessen in diverse Bereiche: Wirtschaft, Bildung, Soziales und so weiter. „Ganz wichtig sind unsere Recherchetipps“, erklärt die Beraterin: „Wild drauf los zu googeln, bringt gar nichts.“ Die Suche sollte strukturiert sein – so wie bei Louisa Mehr, bei der es nun „nur“ noch um Details geht. Aber auch die seien wichtig.

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