Der Tierschutzverein Markdorf hatte 2018 geringere Ausgaben für seine Hauptaufgabe, das Kümmern um und die Kastration von Katzen, als 2017. Doch es gab nicht weniger zu tun, vielmehr fehlten Helfer, wie Vorsitzende Annemarie Hendricks bei der Jahresversammlung im Landgasthof Apfelblüte in Salem bekanntgab, in der auch der gesamte Vorstand einstimmig bestätigt wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Den Aktiven, Tierärzten und Spendern dankte die Vorsitzende für die Unterstützung bei Fangaktionen, Fahrten, Füttern, Vermittlung, Infoständen, Bücherflohmärkten, Pflege. Der kleine Verein erfülle die Ziele des Deutschen Tierschutzbundes, zitierte sie zum Schluss des erläuterten Leitbilds Michael Aufhauser, den Gründer des Gnadenhofs Gut Aiderbichl: „Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, wir hätten nichts erreicht. Erst wenn es gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: uns.“

Freude herrscht über das Katzengehege in Urbanstobel

2018 haben die örtlichen Tierschützer 65 Katzen gefangen und kastriert, 2017 waren es 146. Schwerpunkte waren neun Katzen in Bermatingen, sechs in Herdwangen. 44 Stubentiger wurden gut vermittelt, bei zehn Katzen leisteten die Tierschützer Vermittlungshilfe bis Konstanz, Pfullendorf und München. Leider starben auch einige zu kranke, so Hendricks. Freude herrscht jedoch über das Katzengehege in Urbanstobel: Fast alle scheuen Tiere konnte Petra Herrmann zähmen und sie konnten gut vermittelt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Ein neuer Pflegehund aus schlechter Haltung lebt jetzt an einem Dauerpflegeplatz in Bermatingen, Kaninchen und Meerschweinchen fanden ein neues Zuhause, gesund gepflegte verletzte (Wild)vögel und Feldhasen wurden ausgewildert, über 100, teils sehr kranke Igel, wurden wieder fit gemacht. Spenden, der Kalenderverkauf, Bücherflohmarkt mit Rekordergebnis und andere Aktionen machten die Tierhilfe möglich.

206 Mitglieder hat der Verein – Tendenz steigend

206 Mitglieder hat der Verein – Tendenz steigend. „Wir versuchen weiter, den Tieren, so gut es geht, zu helfen, wobei oft die Menschen mit eingeschlossen sind“, sagte Hendricks. Entfernungen und fehlende Helfer setzten jedoch Grenzen. Gesucht werden mehr Pflegeplätze für Katzen, Nager und Vögel sowie (spontane) Helfer, vor allem in Markdorf und in Deggenhausertal, für Katzenfangaktionen oder Notfalleinsätze.

Das könnte Sie auch interessieren

Geplant sind Bücherflohmarkt, Kastrationen, der Kalender, ein Weihnachtsstand und ein neues Katzengehege. Das Crowdfunding läuft bis Ende Juli. Dank großzügiger Spenden und der Aktionen konnten Tierarzt- und Kastrationskosten bezahlt werden und es blieb noch ein Plus, wie Kassiererin Ingrid Schreiner vermeldete. Damit können die Tierschützer weiter helfen.