Keinen Durchgang, hier wird aufgeräumt.

Bild: Jörg Büsche

Von wegen Waldesruh. Auf den Wegen im Markdorfer Stadtwald tönt Poltern, Kreischen und tiefes Brummen. Der Grund: Die Markdorfer Forstmitarbeiter beseitigen die Schäden des Sturmtiefs „Sabine“.

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Spaziergängern ist der Durchgang also verwehrt. Zu groß die Gefahr, dass sie von einem herabfallenden Ast oder gar einem umfallenden Stamm getroffen werden. Ein „Vollernter“ unterstützt die Waldarbeiter bei ihrer Arbeit.

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Im Bereich des Gehau-Walds an der B 33 nach Meersburg hat der Frühjahrssturm massive Schäden angerichtet. Eine Fläche von drei Hektar ist verheert. Die Folge: Der Bewuchs in dem bereits seit Jahren stets aufs Neue vom Käferbefall geplagten Areal wirkt inzwischen ausgesprochen schütter.

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Leicht fällt den Forstleuten das Fällen nicht.

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Ebensowenig die Entscheidung, welcher Baum, welche Baumgruppe stehen bleiben kann – und was abgesägt werden muss, weil erkrankt, weil bedenklich nah am Weg – und damit ein Sicherheitsrisiko für die Waldbesucher.

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Vor allem die schräg stehenden Bäume werden geschlagen.

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Im Gewirr der von „Sabine“ umgeworfenen Stämme fände selbst das 22 Tonnen schwere Maschinenungetüm kaum sein Durchkommen.

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Zudem kann der Vollernter schrägstehende Stämme kaum absägen. Hier ist „Handarbeit“ gefordert. Genauer: die Forstmitarbeiter kappen dort die Stämme mit ihren Motorsägen vom Wurzelstock, wo das Holz der umgekippten Bäume unter Spannung steht, zu reißen droht. Solchen Wertverlust möchten man vermeiden.

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Der vom Sturm umgekippte Baum reißt beim Sturz seinen Wurzelstock aus dem Boden. Wird der Baum „abgestockt“, wie es in der Sprache der Forstwirtschaftler heißt, der Stamm vom Wurzelstock gelöst, fällt das Wurzelwerk wieder in seine Ausgangslage zurück. Es bleibt stehen – und verwittert mit der Zeit. Die Stöcke von „Lothar“ sind heute kaum noch zu erkennen

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Peter Ummenhofer schaut nach oben. Häufig haben sich abgebroche Äste in der Krone verfangen – und fallen später herunter.

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Die Arbeit im Wirrwar der umgestürzten Stämme ist nicht nur anstrengend, sondern auch noch sehr gefährlich, da die ineinenader verkeilten Stämme oftmals unter Spannung stehen. Hier Bernhard Brutsch bei einer kurzen Verschnaufpause.

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Nach dem Abstocken hat der „Vollernter“ leichte Arbeit.

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Mit der Säge an seinem neun Meter langen Greifarm schneidet er die Stämme in transportfähige Stücke.

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Eine Vorgang, der in wenigen Minuten geschieht – und mit beindruckender Präszision. Dann und wann gibt es auch einmal einen aufrecht stehenden Stamm zu kappen. Das kann der Vollernter dann allein, ohne die Unterstützung der Waldarbeiter und ihrer Motorsägen.

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Selbst zur „Feinarbeit“ ist der Sägekopf in der Lage. Er beginnt mit einem geraden Schnitt, wo die Motorsägen der Waldarbeiter hässliche Kerben hineingefurcht haben.

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Und sortiert werden die Stamm-Stück auch gleich. Wertvolle Stücke kommen hier, weniger brauchbare dort hin.

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Am Ende liegen die Stämme bereit, um aus dem Wald „herausgerückt“ zu werden.

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Einem Wald, der sich merklich lichtet.

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