Auf Ablehnung war der im Juli 2018 gestellte Bauantrag zur Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern mit je fünf Wohnungen in Oberleimbach auf der Gemarkung Riedheim gestoßen. Die CDU-Fraktion im Gemeinderat hatte die Aufstellung eines Bebauungsplans beantragt, der nach mehreren Beratungen und Informationen in die Beauftragung eines städtebaulichen Vertrags mündete. Er wurde mit dem Antragsteller vorbereitet und im Ortschaftsrat Riedheim vorgestellt.

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„Wir haben schon Baurecht in diesem Bereich, wir zurren fest, was möglich sein könnte“, sagte Stadtbaumeister Michael Schlegel, der die Vertragsinhalte des städtebaulichen Vertrags erläuterte. "Alles ist ein Stück weit angepasst und verkleinert worden."

Zahl der Wohneinheiten auf zwölf begrenzt

Begrenzt wurde die Zahl der Wohneinheiten auf insgesamt zwölf. Drei Häuser dürfen mit je zwei und zwei Häuser mit je drei Wohnungen gebaut werden; maximal dürfen es zwei Vollgeschosse plus Dachraum sein. Die Wandhöhe liegt bei maximal 7,20 Metern, die zulässige Firsthöhe bei elf Metern. Vorgeschrieben sind Satteldächer mit einer Neigung zwischen 20 und 40 Grad; Dachgaupen sind erst ab 30 Grad möglich, zudem sind diese je nach Anzahl in Länge und Abstand begrenzt. Kleinbauten sind für die Unterbringung von Müll und Fahrrädern vorgesehen.

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Zwei Stellplätze pro Wohneinheit sind verpflichtend und die zulässige Grundfläche pro Haus ist auf 145 Quadratmeter begrenzt, was einer Wohnfläche von rund 120 Quadratmetern entspricht. Festgelegt wurden „Baufelder“, um mehr Flexibilität bezüglich der Lage der Wohnhäuser zu ermöglichen. Zudem sind vier Gebäude um zwei Meter in nordwestliche Richtung verschoben, um einen größeren Abstand zur Straße „Oberleimbach“ zu erreichen.

Wohnungsgröße sei ausreichend

Der Vertrag sei städtebaulich bindend. Falls der Antragsteller etwas anderes bauen wolle, müsse er beim Ortschaftsrat eine Befreiung beantragen, versicherte Schlegel gegenüber nachfragenden Ortschaftsräten. Ortschaftsrätin Wiltrud Bolin (UG) war es wichtig, die Schnittlage zu sehen, um sich ein besseres Bild machen zu können; auch die Wohnungsgröße hielt sie für ausreichend, die Schaffung von Wohnraum für wichtig. Helmut Jetter (FW) interessierte sich noch für die verkehrliche Erschließung der südlichen Wohneinheiten durch eine Stichstraße, beziehungsweise für deren Verlauf.

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Die Verwaltung glaubt, mit der konkretisierten Bebauung einen guten Ausgleich zwischen den Interessen des Grundstückeigentümers und den Belangen der Stadt Markdorf geschaffen zu haben. Das Gremium folgte dem Empfehlungsbeschluss und stimmte dem städtebaulichen Vertrag unisono zu. Er wird dem Gemeinderat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.