Am Donnerstag startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland, die deutsche Nationalmannschaft möchte ihren Titel verteidigen. Gemeinsames Mitfiebern und Mitjubeln stand bei den Markdorfer Fußballfans bei den vergangenen Turnieren im Vordergrund, doch ist das dieses Jahr auch so?

Vereinzelt Schwarz-Rot-Gold

Die Innenstadt ist zumindest schon weltmeisterlich geschmückt: Die Flaggen der teilnehmenden Länder hängen seit einigen Tagen. Ansonsten geht es auf den Straßen noch eher verhalten zu. Vereinzelt sieht man schon die Fähnchen an den Autoscheiben wehen oder die schwarz-rot-goldenen Seitenspiegel.

Auch Edeka Sulger ist mit einigen Produkten auf die Weltmeisterschaft vorbereitet. Marktleiterin Melanie Kerler-Otterburg wird die Spiele am Salemer Schlosssee beim Public Viewing verfolgen.
Auch Edeka Sulger ist mit einigen Produkten auf die Weltmeisterschaft vorbereitet. Marktleiterin Melanie Kerler-Otterburg wird die Spiele am Salemer Schlosssee beim Public Viewing verfolgen.

Einige Einzelhändler sind bereits im Fußballfieber und haben sich verschiedene Aktionen für ihre Kunden ausgedacht. Rebecca Patsch von "Sport 2000" im Proma berichtet, dass ganze Familien in das Geschäft kommen, um sich in den Fan-Dress zu werfen, um für das Public Viewing gerüstet zu sein. Väter sind mit ihren Kindern unterwegs, um Trikots, Klatschen, Hüte, Schminkstifte oder gleich ganze Fan-Sets zu kaufen. Arthur Müller aus Wiesbaden schaut auf die Hosenträger in den Deutschlandfarben: "Diese finde ich sehr originell. Ich muss sowieso immer welche tragen, mit denen kann ich sie während der Weltmeisterschaft auch mal ganz offen zeigen." Er lacht und greift zu.

Felix Weinand vom "Intersport Raither" ist ebenfalls vorbereitet. "Neben den Aktionen für die Kunden haben wir intern Tipptafeln zu den einzelnen Spielen. Aus den erspielten Wetteinsätzen eines jeden Kollegen gibt es dann ein kleines Mitarbeiter-Event. Außerdem werden wir selbst zu jedem Deutschlandspiel die deutschen Fußballtrikots in unserer Filiale tragen", verrät der Fußballfan.

Felix Weinand von Intersport Raither ist gespannt und bereit für die Weltmeisterschaft.
Felix Weinand von Intersport Raither ist gespannt und bereit für die Weltmeisterschaft. | Bild: Thomas Drach

Schüler eher noch im Stress wegen Klassenarbeiten

Ein paar Schüler auf der Straße erzählen, dass sie sich zwar auf die Fußball-WM freuen würden. Im Moment seien sie aber im Stress: Es stünden viele Klassenarbeiten an, aber in der Stadthalle werden sie trotzdem sein. Neben den bekannten Public-Viewing-Orten in der Stadt werden auch privat einige Leinwände aufgestellt. Zum Beispiel bei den Nachbarn von Barbara Raeder. "Bei jeder WM wird die Garage leergeräumt, der Beamer aufgestellt, der Grill angezündet und für die Männer das Bier kaltgestellt sowie für die Frauen die Bowle", erzählt die Bermatingerin voller Vorfreude. "Wenn die deutsche Mannschaft etwas auf der Kippe steht, wird auch schon mal der Pokal rausgeholt und aufgestellt, als eine Art Glücksbringer."

Claudia Colucci vom "des & sell" hofft, dass die Deutschen weit kommen, denn im Hause Colucci wird es mit Freunden ein Gartenfest mit Public Viewing und Essen geben. Ihr Mann Michele ist Italiener, der ohne die Squadra Azzurra auskommen muss: "Mein Herz schlägt, aber mein Puls nicht."
Claudia Colucci vom "des & sell" hofft, dass die Deutschen weit kommen, denn im Hause Colucci wird es mit Freunden ein Gartenfest mit Public Viewing und Essen geben. Ihr Mann Michele ist Italiener, der ohne die Squadra Azzurra auskommen muss: "Mein Herz schlägt, aber mein Puls nicht."

Italiener haben eine schwere Zeit vor sich

Italiener sind dagegen nicht so gut auf die aktuelle WM zu sprechen, ihre Mannschaft hat sich nicht qualifiziert. "Nein Herz schlägt, aber mein Puls nicht", sagte Michelle Colucci vergangene Woche zu seiner Frau Claudie Colucci, die im Geschäft "des & sell" arbeitet. Auch hier kann sich der Fußballfans mit Fanartikel eindecken.