Zeichnen, Malen, Ausschneiden und Sägen – in den vergangenen Wochen stimmten sich die Kinder in den Kindergärten rund um Markdorf mit kreativen Basteleien auf das Osterfest ein.

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Denn zumindest ohne bemalte oder gefärbte Eier ist Ostern für die meisten Kinder unvorstellbar und auch der Osterhase hat sich fest in den kleinen Köpfen verankert.

Josefine (6), Eric (5) und Antonia (3) sind stolz auf ihre Eierkränze, die sie mit Buchs verziert haben.
Josefine (6), Eric (5) und Antonia (3) sind stolz auf ihre Eierkränze, die sie mit Buchs verziert haben. | Bild: Gabriele Münzer

Man bemale auf Ostern hin natürlich Ostereier mit den Kindern, säge Hasen aus und sähe Ostergras an, erzählt Sabine Engstler vom Kindergarten St. Josef in Leimbach. Die christliche Bedeutung des Osterfestes werde dabei aber in ihrer Einrichtung eigentlich nicht thematisiert.

Woher kommt denn nun das Osterei? Natürlich vom Huhn. Josefine (6), Dorothea (6) und Ferdinand (5) vom Kindergarten St. Elisabeth zeigen ihre eindrucksvollen Werke.
Woher kommt denn nun das Osterei? Natürlich vom Huhn. Josefine (6), Dorothea (6) und Ferdinand (5) vom Kindergarten St. Elisabeth zeigen ihre eindrucksvollen Werke. | Bild: Gabriele Münzer

Johanna (6) zeigt stolz ihren ausgesägten Hasen und erzählt fröhlich: „Wir müssen dem Osterhasen zur Stärkung noch was zu Essen hinstellen, wenn er die Geschenke bringt.“ Auch bei Rosa (4) kommt der Osterhase nach Hause. Etwas verzweifelt fällt ihr ein, dass sie ganz vergessen hat, was sie sich von ihm wünschen wollte.

Im Interimskindergarten an der Mehrzweckhalle in Leimbach wird nicht gebastelt. Erzieherinnen Verena Sturm und Kerstin Rinkenberger (von links) erzählen den Krippenkindern Geschichten und visualisieren Osterfiguren, wie das Huhn, mithilfe einer Handpuppe.
Im Interimskindergarten an der Mehrzweckhalle in Leimbach wird nicht gebastelt. Erzieherinnen Verena Sturm und Kerstin Rinkenberger (von links) erzählen den Krippenkindern Geschichten und visualisieren Osterfiguren, wie das Huhn, mithilfe einer Handpuppe. | Bild: Gabriele Münzer

Im benachbarten Interimskindergarten an der Mehrzweckhalle wird mit dem Thema Ostern eher spielerisch umgegangen. Den Krippenkindern zwischen elf Monaten und drei Jahren würden altersgerechte Geschichten rund um Huhn und Ei erzählt und mithilfe einer Handpuppe und Figuren visualisiert, erklärt Erzieherin Verena Sturm. Tiefer mit den Kindern einzusteigen, mache in diesem Alter ohnehin wenig Sinn.

Im Bermatinger Kindergarten St. Georg ist die Osterbastelwerkstatt schon lange eröffnet. Neben lustigen Osterhasen aus Holzscheiben haben die Kinder viel Spaß daran auch Marienkäfer als Frühlingsboten zu basteln.
Im Bermatinger Kindergarten St. Georg ist die Osterbastelwerkstatt schon lange eröffnet. Neben lustigen Osterhasen aus Holzscheiben haben die Kinder viel Spaß daran auch Marienkäfer als Frühlingsboten zu basteln. | Bild: Gabriele Münzer

Der Kindergarten St. Elisabeth in Markdorf hat sich in diesem Jahr für die Osterbastelei das Thema „Ei“ ausgesucht. In Zusammenhang damit würden die Erzieherinnen den Kindern auch Achtung vor der Natur vermitteln, vor etwas Neuem, das entsteht, erzählt Kindergartenleiterin Katharina Lissner. „Aus dem Ei entsteht Leben. In diesem Zusammenhang machen wir dann auch auf die Schöpfung aufmerksam.“ Tiefer würden sie aber nicht auf Ostern eingehen.

Antonia (3) und Dorothea (6) gießen fleißig das Ostergras, das sie im Markdorfer Kindergarten St. Elisabeth auf Ostern hin angesät haben.
Antonia (3) und Dorothea (6) gießen fleißig das Ostergras, das sie im Markdorfer Kindergarten St. Elisabeth auf Ostern hin angesät haben. | Bild: Gabriele Münzer

Auch die Tochter von Birgit Keller aus Markdorf besucht den Kindergarten St. Elisabeth. Sie berichtet, wie Ostern in ihrer Familie zugebracht wird: „Wir machen gemeinsam Osterdekoration, basteln und bemalen Eier.

Birgit Keller, Markdorf: „Wir sprechen schon mal über die christliche Bedeutung von Ostern, aber in erster Linie ist es für uns ein Familienfest.“
Birgit Keller, Markdorf: „Wir sprechen schon mal über die christliche Bedeutung von Ostern, aber in erster Linie ist es für uns ein Familienfest.“ | Bild: Gabriele Münzer

Dazu gibt es einen Osterbrunch mit der ganzen Familie.“ Als Geschenke gäbe es nur Kleinigkeiten. Mit ihrem sechsjährigen Sohn spricht sie schon auch über die christliche Bedeutung von Ostern, aber für sie sei es in erster Linie ein Familienfest, so Keller.

Zu Ostern gehören, wie der Name schon sagt, auch Osterglocken. Gebastelt wurden die farbenfrohen Frühlingsblüher im Kindergarten Leimbach.
Zu Ostern gehören, wie der Name schon sagt, auch Osterglocken. Gebastelt wurden die farbenfrohen Frühlingsblüher im Kindergarten Leimbach. | Bild: Gabriele Münzer

Ganz ähnlich geht es bei Daniela Willmann zu. Die Markdorferin bastelt gemeinsam mit den Kindern, aber die Osterdekoration macht sie dann lieber alleine. „Wir machen den Kindern vorab klar, dass es zu Ostern keine großen Geschenke gibt, sondern nur kleine Aufmerksamkeiten“, berichtet sie.

Daniela Willmann, Markdorf: „Wir machen den Kindern vorab klar, dass es zu Ostern nur kleine Aufmerksamkeiten gibt.“
Daniela Willmann, Markdorf: „Wir machen den Kindern vorab klar, dass es zu Ostern nur kleine Aufmerksamkeiten gibt.“ | Bild: Gabriele Münzer

Die Hintergründe des Osterfests werden in der Familie jedoch nicht thematisiert. Für Gabriele Streif, Leiterin vom Kinderhaus St. Georg in Bermatingen, steht der christliche Hintergrund des Osterfestes im Vordergrund.

Ei, Ei, Ei! Wo man hinschaut, findet man im Kindergarten St. Elisabeth Basteleinen und Malereien rund ums Osterei.
Ei, Ei, Ei! Wo man hinschaut, findet man im Kindergarten St. Elisabeth Basteleinen und Malereien rund ums Osterei. | Bild: Gabriele Münzer

Sie sagt: „Uns ist es wichtig, dass die Kinder wissen, was der Ursprung des Osterfestes ist.“ Jesus-Geschichten gehörten für sie daher zur Vorbereitung auf Ostern dazu. Aber natürlich seien auch in Bermatingen fleißig Hasen, Marienkäfer oder auch Osterglocken gebastelt worden, auf die alle Kinder stolz seien.