Der Kunstrasenplatz, den sich der Hockeyclub und der SC Markdorf teilen, ist in die Jahre gekommen. 19 Jahre lang wurde er nicht nur von den Vereinsmitgliedern, sondern auch von Schulklassen genutzt. Wie beide Vereine betonen, sei es nun an der Zeit für einen neuen Belag – auch, um Verletzungen der Spieler in Zukunft zu vermeiden.

Vereinsmitglieder beteiligen sich mit Arbeitseinsätzen am Umbau

Gemeinsam mit der Stadt wurde nun eine Lösung gefunden. Voraussichtlich 2020 soll der alte, sandverfüllte Kunstrasen durch einen unverfüllten Belag mit weniger Pflegeaufwand ersetzt werden. Oliver Haas, Vorsitzender des Hockeyclubs, erklärt: "Dabei handelt es sich um den gleichen Kunstrasen, wie ihn der VfB Stuttgart bespielt." Für beide Vereine sei es ein Kompromiss, der zufriedenstellend sei und eine gewisse Vorfreude auf die Spielsaison im nächsten Jahr aufkommen lasse. Um das 100 mal 60 Meter große Feld umzugestalten, werde die Stadt eine höhere sechsstellige Summe investieren. Wie Haas weiter mitteilt, werden sich die Vereinsmitglieder mit Arbeitseinsätzen beim Abbau des alten Platzes einbringen.

Belag muss für beide Sportarten passen

Bereits seit längerer Zeit war nach einer geeigneten Kunstrasenlösung gesucht worden. Die Herausforderung: Der Belag muss sowohl den Anforderungen der Fußballer als auch denen der Hockeyspieler gerecht werden. Dabei spielen die Halmlängen sowie die Dämpfung des Untergrunds eine wichtige Rolle. Wie Erich Lorenz, Vorsitzender des SC Markdorf, erklärt, sei für die Fußballer ein Rasen mit langen Halmen optimal. Hockeyspieler hingegen benötigen laut Oliver Haas einen Belag mit möglichst kurzen, dichten Fasern.

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Bürgermeister Georg Riedmann zeigt sich zufrieden mit dem Kompromiss

Im Vorfeld der Entscheidung hatte Bürgermeister Georg Riedmann gemeinsam mit Vertretern der Vereine, des Gemeinderats und des Planungsbüros verschiedene Plätze mit gleichem Anforderungsprofil besucht. Mit der nun gefundenen Lösung zeigt sich der Rathauschef zufrieden: "Ich denke, wir haben in großem Einvernehmen einen Lösungsansatz finden können, der eine wesentliche Verbesserung darstellt im Vergleich zum aktuellen Kunstrasen in seinem damaligen, neuwertigen Zustand."