Ein besserer Ort ließe sich wohl kaum denken. Denn direkt unter dem Dach der Mittleren Kaplanei, dem katholischen Gemeindehaus, wirkt mit freiem Blick auf das Gebälk das Drama besonders überzeugend. Es spielt ich am Himmel ab, weil Santa Claus nicht aufpasst, sein Schlitten eine Quellwolke streift und abstürzt. Soweit das Ausgangsszenario des Stücks, das Regisseurin Marianne Walter seit wenigen Wochen mit den Schauspielern der Theatergruppe "kreuz & quer" probt. Wie bereits vor zwei Jahren soll das Stück "Es ist ein Elch entsprungen" von Andreas Steinhöfel aufgeführt werden. Die Besetzung wurde teilweise verändert, es galt, einige neue Mitwirkende zu finden.

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Santa Claus Winfried Böhm braucht nicht mal einen falschen Bart

Wenigstens beim Weihnachtsmann bleibt's beim Altbewährten, wie auch bei Herrn Pannecke oder beim Familienvater Wagner, gespielt von Andreas Rauh und Thomas Deusch. Ela Fischer gibt wieder die Großmutter. Das Unvermeidliche "Ho, ho!" des Santa Claus aber ruft Winfried Böhm mit sattem Bass. Eine wunderbare Besetzung, braucht er nicht einmal einen falschen Bart, nur den roten Anzug, um die Rolle des Weihnachtsmanns überzeugend auszufüllen.

Böhm: Miteinander im Ensemble macht Riesenspaß

Mit der Rolle hat Böhm jedoch seine Schwierigkeiten. "Mir gefällt die Figur des Weihnachtsmanns eigentlich nicht so gut – ich habe da so meine Vorbehalte." Doch erfülle seine Rolle aus, auch "weil das Stück ansonsten ja sehr schön ist". Und überhaupt: "Das Miteinander hier im Ensemble macht einen Riesenspaß."

Thomas Deusch und Andreas Rauh sehen das genauso. Rauh reizt, seine Rolle als Herr Pannecke so auszufüllen, "dass die Figur auch Erwachsene anspricht". Dies sei insgesamt die Herausforderung beim Kinder- und Jugendtheater: Klein und Groß gleichermaßen anzusprechen. Ulrich Völpel in seinem Ganzkörper-Elchkostüm dürfte wohl die geringsten Probleme haben – ist er doch schon ein Hingucker, selbst wenn er noch kein Wort gesagt hat.

Das Weihnachtsstück wird am 14., 15. und 16. Dezember 2018 um 17 Uhr im großen Saal des katholischen Gemeindehauses Mittlere Kaplanei aufgeführt. Der Eintritt ist frei.