Die Umweltgruppe Markdorf (UWG) nimmt Stellung zu den Aussagen des Verkehrsministeriums zur Südumfahrung Markdorf (wir berichteten am vergangenen Freitag). Das Ministerium hatte auf eine parlamentarische Anfrage der SPD geantwortet und den geplanten Bau der Südumfahrung als K 7743/Ortsumfahrung Markdorf erneut positiv beschieden und dies auch ausführlich begründet.

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Die UWG sei nach wie vor der Auffassung, dass die Entlastungswirkung der Südumfahrung „viel geringer“ ausfalle, als es die Auffassung des Ministeriums darlege, heißt es in der Stellungnahme. Werde die Umfahrung gebaut, würden nach den aktuellen offiziellen Prognosen täglich voraussichtlich 5400 bis 7100 Fahrzeuge auf dieser neuen Straße fahren.

Demzufolge würden nach Ansicht der UWG weiterhin 14400 bis 15000 Fahrzeuge täglich auf der B 33 durch den Ort fahren. „Die Entlastungswirkung der Südumfahrung wurde aktuell nur für die C-Varianten der B 31 neu veröffentlicht und beträgt 4200 Kfz pro Tag auf der B 33-Ortsdurchfahrt, was einer Entlastung um nur 23 Prozent entspricht“, so die UWG.

Prognostizierte Entlastungswirkung hat abgenommen

Seit dem Bürgerentscheid von 2003 habe die prognostizierte Entlastungswirkung stark abgenommen. Seinerzeit sei noch von einer Entlastung um 10300 Fahrzeugen täglich ausgegangen worden. Im gleichen Zeitraum hätten sich die voraussichtlichen Kosten für die Stadt Markdorf für die Südumfahrung jedoch von 1,7 Millionen Euro auf 8,5 Millionen Euro verfünffacht, so die UWG.

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Die UWG lehne den Bau der Umgehungsstraße daher ab, da sie zu teuer im Verhältnis zu den Entlastungswirkungen sei, sie zudem die Erholungsgebiete im Süden der Stadt zerschneiden und neue Belastungen für Riedheim und Kluftern erzeugen würde. Außerdem würde die Südumfahrung „viele Hektar hochwertiger landwirtschaftlicher Flächen verbrauchen“, schließt die UWG.