Melonen aus Salem – was hat es damit auf sich? Die Antwort weiß Nina Bauer. Sie arbeitet im Landbau des Hofguts Rimpertsweiler, im Hügelland zwischen Markdorf und Salem. Wo auf einer Nutzfläche von rund 100 Hektar Grün- und Ackerland sowie auf weiteren fünf Hektar Streuobstwiesen ökologisch produziert wird. Wo außer auf Artenvielfalt und Nachhaltigkeit erklärtermaßen auch „soziale Landwirtschaft“ betrieben wird. Das bedeutet unter anderen, dass dort mit Menschen zusammengearbeitet wird, die beeinträchtigt sind.

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Melonen lieben hohe Temperaturen

„Wir wollten es einfach probieren“, erklärt Nina Bauer – und hält zwei Melonen in die Kamera. Auf dem Rimpertsweiler Hofgut habe es nämlich große Unterglasflächen, die sich im Sommer stark aufheizen. Und ebendies lieben Melonen, lasse die gurkenartigen Kürbisgewächse prächtig gedeihen – neben Tomaten, Gurken oder Zucchini.

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Vom Süden Afrikas in den nördlichen Mittelmeerraum

Ursprünglich aus dem südlichen Afrika stammend, kam die Melone über Nordafrika und den Nahen Osten in den nördlichen Mittelmeerraum. Und stets wurde das pralle Fruchtgemüse bei sommerlichen Temperaturen wegen seines hohen Wassergehalts geschätzt. Heute finden sich vor allem Melonen aus Italien, Spanien, Griechenland und Israel auf dem Markt. Kleiner Exkurs in die biblische Geschichte: Das hebräische Salem, die alttestamentarische Königsstadt, wird ja ebendort – im Heiligen Land – verortet.

Doch zurück nach Markdorf. Auf dem hiesigen Markt kaufen die Kunden am liebsten Hybridmelonen. Die „Galia“ mit ihrem typisch gelblich-grünen, süß schmeckenden Fruchtfleisch.