Der Markdorfer SPD-Ortsverein hat einen neuen Vorsitzenden. Stephan Seidel, seit dem Rücktritt Hans-Peter Siegers vom SPD-Vorsitz kommissarischer Ortsvereinsvorsitzender, wurde am Freitagabend im Gasthaus Krone einstimmig an die Spitze der Markdorfer Sozialdemokraten gewählt. Gleichfalls einstimmig fiel der Entscheid auf Ulrich Maasmeier, Seidels neuen Stellvertreter. „Unsere Zusammenarbeit hat sich während des vergangenen Kommunalwahlkampfes bewährt“, erklärte der frisch gekürte Vorsitzende den Genossen im Nebenraum der Krone, „wir haben uns gegenseitig motiviert.“

Rücktritt von Hans-Peter Sieger

Auslöser für die Neuwahlen eines Teils des SPD-Ortsvereinsvorstands war der Rücktritt Hans-Peter Siegers von seinem Amt. Sieger habe aus beruflichen Gründen nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen können, erklärte Seidel. Beruflicher Natur seien denn auch die Gründe, die bei Sieger zur Aufgabe seines Amtes geführt hätten. Zudem sei er nach Oberteuringen umgezogen.

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Stephan Seidel ist 37, Ulrich Maasmeier 46 Jahre alt. Sowohl IT-Fachmann Seidel als auch Produktdesigner Maasmeier gehören der Partei noch nicht lange an. Bis zur nächsten turnusgemäßen Gesamtwahl des Vorstands im März/April 2020 werden sich die beiden auch die Arbeit des Pressereferenten, den Kontakt mit der Presse, die Pflege der sozialen Medien sowie der Homepage teilen. Erklärtes Ziel des neuen Führungsduos ist es aber, „junge Menschen für die Ziele der Sozialdemokratie zu gewinnen“, erklärte Stephan Seidel. Ansonsten hielt er sich aber bedeckt, was die konkrete Zukunft der Parteiarbeit anbelangt. Es gelte erst, sich innerhalb des Ortsvereins neu zu orientieren. Ein Prozess, der von den Beiträgen der Mitglieder lebe. Seidel lud alle herzlich ein, damit die Markdorfer SPD weiteren Auftrieb erfahre.

Kostenlose Kindertagesbetreuung

Kostenlose Kindertagesbetreuung ist einer der Punkte, die die beiden neuen Vorsitzenden in nächster Zeit in den Fokus nehmen. Stephan Seidel hofft auf den Beistand der Umweltgruppe im Markdorfer Gemeinderat, damit sich dieses Ziel auch realisieren lässt. Ein weiteres Thema, das die beiden Neugewählten am Rande der Mitgliederversammlung als künftigen Arbeitsschwerpunkt markierten, war der Jugendgemeinderat. Seidel wie Maasmeier halten solch ein Gremium für dringend erforderlich. Nur so könnten die Jugendlichen in der Stadt ihre Wünsche artikulieren. Gewünschter Nebeneffekt eines solchen Gremiums wäre eine frühzeitige Begegnung mit den Möglichkeiten des politischen Mitwirkens, sagte Seidel.