Jana Lebherz, Bundesfreiwilligendienstleistende beim Kreis-Umweltschutzamt, hilft beim Entladen des Materials für den Krötenzaun. Fulco Rid und Karl King vom BUND Markdorf haben schon darauf gewartet.

Bild: Jörg Büsche

Damit nicht in jedem Frühjahr neue Löcher für die Kröten-Auffang-Eimer gegraben werden müssen, haben die BUND-Mitarbeiter im vergangenen Februar Kanal-Grund-Rohrstücke im Boden versenkt – und nach der Wander-Periode mit einem Kunststoff-Deckel verschlossen. Hier ist es Fulco Rid, der ein solches Rohr wieder freilegt. Der Deckel jedoch wurde offensichtlich bei Waldarbeiten zerstört.

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Erdnägel, Eimer, Kunsstofffolie – ein rund 350 Meter langer Amphibienschutzzaun braucht viel Material. Hier sortiert das BUND-Mitglied Jörg Münch.

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Fest und gut eingegraben sind die 30 Kanal-Grund-Rohrstücke mit den Transporteimern darin. Außerdem sind sie gutgetarnt, so dass die Amphibienschützer, hier Karl King und Albin Ströbele, zunächst auf die Suche gehen müssen. Denn auf den abgedeckten Löchern liegt nun Laub und Geäst.

Die im vergangenen Frühjahr angebrachten Markierungshölzer bei den Löchern sind nicht lange stehen geblieben. Und wenn alles Klopfen, Tasten, Stochern und Sondieren nicht hilft, dann muss halt gegraben werden, um die im Erdreich verborgenen Kröten-Eimer zu finden. Eine Art Naturschutz-Archäologie.

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Nur dass die Naturschutz-Archäologen statt antiker Tonscherben Kunststoff-Splitter der durch Waldarbeiten zu Bruch gegangenen Erdröhren freilegen. Bruchstücke, die die BUND-Helfer übrigens sorgsam aufgelesen haben, damit nichts zurückbleibt, was nicht verwittern kann.

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Und was sonst noch am Wegesrand zu finden ist, dort aber nicht hingehört – etwa der verloren gegangene Gelbe Sack – wird ebenfalls aufgeklaubt.

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Die Reifenspuren zeigen eindeutig, wer die Schäden an den eingegrabenen, zugedeckten und deshalb auch nicht sichtbaren Bodenröhren verursacht hat: die Holztransporter, die die im Wald geschlagenen Stämme abgeholt haben.

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Mike Steur, Bundesfreiwilligendienstleistender beim Umweltschutzamt des Bodenseekreises, rollt die Folie für den Krötenzaun aus, der die Amphibien in den kommenden sieben Wochen vom Queren der Kreisstraße K 7744 zwischen Autenweiler und Gründwangen abhalten soll.

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Ganz so einfach, wie es zunächst scheinen möchte, ist das Geschäft des Ausrollens aber nicht. Sehr schnell hat sich die unhandliche Folie verheddert oder verdreht. Hier helfen Karl King und Jörg Münch beim Entwickeln. Jana Lebherz macht Strecke. Die Bundesfreiwilligendienstleistende wickelt den Krötenzaun mit dem linken Fuß ab.

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Und ist der Weg für den Kröten-Schutzzaun durch Hindernisse verlegt, dann muss er halt mit vereinten Kräften freigelegt werden.

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Das meiste ist geschafft. Jetzt braucht‘s nur noch der Abstandhülsen – und der Krötenzaun kann aufgerichtet werden. Zur Freude von Albin Ströble, dem die Erdkröten am Geghrenberghang am Herzen liegen, gehören die doch dort zum Ökosystem.

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Nein, Sie müssen jetzt nicht auf die Knie gehen. Diese Kameraführung zeigt, wie Amphibien so einen Krötenschutzzaun wahrnehmen.

Video: Jörg Büsche