Um herauszufinden, wie das Wetter im nächsten Jahr werden wird, soll man in einer Raunacht eine große Zwiebel der Länge nach in der Mitte durchschneiden. Die Silvesternacht ist dafür besonders geeignet; einfach deshalb, weil sich an diesem Abend jede Menge Zeit bis Mitternacht bietet, die sich wundervoll im konspirativ-geselligen Familien- oder Freundeskreis ausfüllen lässt. Aber auch in jeder anderen Raunacht kann dieses Orakel befragt werden.

Salz in Zwiebelschalen geben

Aus jeder Zwiebelhälfte nimmt man sechs Näpfchen, also insgesamt zwölf Zwiebelschalen. Diese legt man in einer Reihe auf ein Brett und bestreut die Näpfchen jeweils mit einer Teelöffelspitze Salz. Der Reihe nach repräsentiert das erste Zwiebelnäpfchen den Januar, das zweite den Februar und so weiter.

Ist das Salz feucht, wird der Monat feucht

Am nächsten Morgen sieht man nach, in welchen Zwiebelnäpfchen das Salz nass geworden ist. Je nachdem, wie das Salz in den Näpfen beschaffen ist, ist in den entsprechenden Monaten mit nassem, feuchtem oder trockenem Wetter zu rechnen. Ist das Salz feucht, dann wird der Monat feucht werden. Steht Wasser in der Zwiebelschale und das Salz hat sich vollständig aufgelöst, wird es ein sehr nasser Monat werden. Ist die Zwiebelschale trocken, ist mit einem trockenen Monat zu rechnen.

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Natürlich ist das keine zuverlässige Wetterprognose, und wie allen Orakeln, haftet auch dem Zwiebelorakel eine gute Portion Willkür, Zufall und treffsicherer Deutungsgeist an. Aber vielleicht macht man sich einmal die Mühe und führt über ein ganzes Jahr lang Buch über die einzelnen Zwiebelschalen und Monate. Dann hat das immerhin den wunderbaren Nebeneffekt, sich einmal sehr bewusst mit der Natur, dem Wechsel des Wetters und der Jahreszeiten beschäftigt zu haben. Und nicht zuletzt ist es das persönliche Gespür, das die Handy-Wetterapp überflüssig macht, dafür endlich wieder den Blick zum Himmel weitet.