Nikola steht im Garten des Mehrgenerationenhauses und schaut auf das vor ihm stehende Vogelhäuschen. "Das Sägen und Zusammenschrauben hat mir am meisten Spaß gemacht", so der Elfjährige. Im Rahmen des Moduls "Skulpturengarten", eines von drei handwerklichen Betreuungsangeboten, welche das Mehrgenerationenhaus nun regelmäßig anbietet, hat Nikola einige Fertigkeiten erlernt. Am Ende ist er, so wie die fünf anderen Kinder, stolz auf das selbst Geschaffene.

Das Bemalen empfand Nikola als sehr anstrengend. "Weil wir dort so genau sein mussten", sagt er. Die Gruppe stand unter der Leitung von Barbara Kensy-Schneider, die aus einem guten Grund sehr penibel ist: "Je ordentlicher wir das machen, desto mehr Respekt haben andere davor und umso größer ist die Hemmschwelle, etwas zu beschmieren oder zu zerstören." Die fertigen Vogelhäuschen wurden im Garten des Mehrgenerationenhauses aufgestellt. Damit sind diese öffentlich einsehbar und zugänglich.

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Jeremy hatte hingegen viel Freude an der Farbe. "Außerdem fand ich es cool, dass wir mit Stichsäge und Bohrmaschine gearbeitet haben", sagt der 13-Jährige, "bisher hat das daheim immer mein Bruder gemacht, aber jetzt kann ich das auch". Die beiden Mädchen Aylina und Imen arbeiteten beim Bemalen ebenfalls mit viel Hingabe. "Mir liegt das Handwerk noch nicht so gut, deswegen habe ich erstmal ein einfaches Modell genommen", sagt Aylina. Bevor losgelegt wurde, waren die Kinder dazu angehalten, sich Gedanken zu machen und ihre Vogelhäuschen zu skizzieren.

Barbara Kensy-Schneider betreut die Gruppe ehrenamtlich. Allerdings ist sie nicht die Einzige. Sechs bürgerschaftlich engagierte Personen betreuten die Gruppe insgesamt. "Bei manchen Arbeiten benötigen wir eine Eins-zu-eins-Betreuung", sagt die Architektin aus Oberteuringen. Ebenfalls teilgenommen haben Eren und Erdem, die allerdings schon vor Abschluss des Projekts nach Hause mussten.

Am Freitagmittag gingen die Wege vorerst wieder auseinander, doch das Erlernte bleibt den Kindern.