Wenn Eltern, Lehrer und Schüler am Markdorfer Bildungszentrum (BZM) zusammenkommen, gibt es in der Regel etwas zu feiern, ein Schülerkonzert findet statt oder ein Theaterstück wird inszeniert.

Das könnte Sie auch interessieren

Am Freitagnachmittag begegneten sich im BZM zwar wiederum Schüler, Lehrer und Eltern, der Anlass war indes ganz anderer Art. Sie trafen sich, um miteinander zu spielen. Denn Niklas Thomas, der Leiter der Spiele-AG, ein Schüler-Freizeitangebot des BZM-Gymnasiums, hatte zusammen mit der Schülermitverwaltung (SMV), Verbindungslehrer Benjamin Mähr und Gymnasialdirektorin Diana Amann zum ersten Eltern-Schüler-Spieletag eingeladen.

Gespielt wird sonst in den Ferien

Rote, blaue, gelbe, grüne Steine, eine Spieluhr, Chips und Würfel liegen vor den beiden Schülerinnen. Carina und Leonie, beide 13, sitzen an einem Schülertisch und spielen "Making 'n' break", jenes Geschicklichkeitsspiel, in dem es um Raumgefühl und schnelles Erfassen geht. "Eigentlich spiele ich eher wenig – fast nur in den Ferien", erklärt Carina. Bei Leonie sieht es ähnlich aus. Ihr gefällt: "Wir können hier zusammen spielen." Das sei denn auch der unbedingte Vorteil gegenüber Computerspielen, bei denen man allein vorm Rechner oder Smartphone sitzt.

Kaum noch freie Tische

Noch haben die beiden Schülerinnen den gesamten Klassenraum im Obergeschoss des BZM für sich allein. Was sich jedoch bald ändern kann. Denn in den benachbarten Räumen sind kaum noch freie Tische. Und der Spielenachmittag hat erst angefangen. Sodass noch etliche Schüler, vor allem aber Eltern eintreffen werden. Veranstalter Niklas Thomas schätzt, "dass im Moment schon gut 40 Spieler da sind, dass einige im Laufe des Nachmittags wieder gehen, dafür andere kommen". Und bis 21 Uhr – so lange dauert die Veranstaltung – etwa 200 Besucher da gewesen sein werden.

Haben den Spielenachmittag am BZM-Gymnasium mit vorbereitet und spielen nun selbst: Naja Begic, Nedin Acin, Theo Prinz und Benjamin Mähr.
Haben den Spielenachmittag am BZM-Gymnasium mit vorbereitet und spielen nun selbst: Naja Begic, Nedin Acin, Theo Prinz und Benjamin Mähr. | Bild: Jörg Büsche

"Azul", "Bausack" oder "Concept" heißen sie. Manche sind einfach, manche sehr einfach, andere mittelschwer. Die wenigsten können alleine, die meisten von bis zu vier Spielern gespielt werden. Richtig schwere Spiele stehen keine auf der Liste mit den insgesamt 83 Spielen darauf. Sie alle sind an der Ausleihstation auf Ebene 3 in Empfang zu nehmen – nach Hinterlegen eines Pfands.

Spieleabend mit Freunden

Florian Traussing gehört zu den "Spieleerklärern", wie das Schild an seinem Pullover anzeigt. Seine Aufgabe wäre es, Neugierigen die Regeln eines unbekannten Spiels zu erklärten. "Ich bin schon seit drei Jahren in der Spiele-AG", sagt der 16-Jährige, seine Schach-Runde kurz unterbrechend. Weil Spielen mit Freunden den meisten Spaß macht. Man treffe sich öfter zu Spieleabenden. Das "Gamen" am Rechner findet für ihn aber zusätzlich statt.