Pünktlich zum Start der Apfelernte ging es für rund 80 SÜDKURIER-Wanderfreunde am Mittwochnachmittag auf den Wein- und Apfelweg zwischen Immenstaad-Kippenhausen und Hagnau.

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Entlang an malerischen Reben und Apfelhainen führt Ernst Bodenmüller vom Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Markdorf, zunächst durch noch schattenspendenden Wald.

Wanderführer Ernst Bodenmüller kennt die verschlungenen Pfade um Schloss Hersberg.
Wanderführer Ernst Bodenmüller kennt die verschlungenen Pfade um Schloss Hersberg. | Bild: Jan Manuel Heß

Doch dieser weicht recht bald bei Schloss Hersberg einem Seepanorama. Das heute von den Pallotinern – ein katholischer Orden, deren Ordensbrüder Kleriker wie Laien sein dürfen – als Bildungseinrichtung genutzte Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert und diente einst als Klosteraußenstelle der Reichsabtei Ochsenhausen.

Es geht an Schloss Hersberg vorbei.
Es geht an Schloss Hersberg vorbei. | Bild: Nosswitz, Stefanie

Dieser Ausblick ist aber nur ein Vorgeschmack auf das, was die Gruppe auf dem Hohberg erwartet: 55 Meter über dem Bodensee gelegen, genießt man bei einer ersten kleineren Pause den Ausblick auf Bodensee und Alpen."Wir leben hier in einem Paradies", stellt die Markdorferin Lucia Bothin fest.

Auf dem Hohberg, der von Weinreben umgeben ist, blickt die Gruppe auf den Bodensee.
Auf dem Hohberg, der von Weinreben umgeben ist, blickt die Gruppe auf den Bodensee. | Bild: Jan Manuel Heß
Lucia Bothin aus Markdorf: "Wir leben hier im Paradies".
Lucia Bothin aus Markdorf: "Wir leben hier im Paradies". | Bild: Nosswitz, Stefanie

Leider ist es etwas diesig, sodass sich die Alpen nur erahnen lassen. "Wunderbare Aussicht – nur ohne Berge", so Heinz Schwenninger aus Markdorf.

Heinz Schwenninger sucht die Berge.
Heinz Schwenninger sucht die Berge. | Bild: Nosswitz, Stefanie

Margret Keller nimmt mit Hund Janosch, der ganz aufgeregt ist, an der Wanderung teil. "Er ist so viele Leute nicht gewohnt", verrät die Meersburgerin, aber er hat seinen Spaß.

Margret Keller aus Meersburg mit Hund Janosch.
Margret Keller aus Meersburg mit Hund Janosch. | Bild: Nosswitz, Stefanie

Auf dem oberhalb von Hagnau gelegenen Burgunderhof gibt es eine ganz spezielle Geschichtsstunde von Winzer Heiner Renn über das schillernde Treiben und Wirken des Pfarrer Hansjakob und die vom Künstler Peter Lenk geschaffene Statue auf dem Gelände.

Winzer Heiner Renn (links) erklärt den Wanderern, warum auf seinem Burgunderhof eine Lenk-Statue steht.
Winzer Heiner Renn (links) erklärt den Wanderern, warum auf seinem Burgunderhof eine Lenk-Statue steht. | Bild: Nosswitz, Stefanie

Ingrid Wolf lebt seit 49 Jahren in Immenstaad, kennt jeden Wanderweg und Waldpfad, doch auf dem Burgunderhof ist sie zum ersten Mal. „Tatsächlich war ich noch nie hier, es war wirklich interessant."

Ingrid Wolf aus Immenstaad kennt sich zwar bestens in der Gegend aus, doch bereitete ihr die Wanderung in der Gruppe viel Freude.
Ingrid Wolf aus Immenstaad kennt sich zwar bestens in der Gegend aus, doch bereitete ihr die Wanderung in der Gruppe viel Freude. | Bild: Jan Manuel Heß

"Für mich ist es ausschlaggebend, Gegenden kennen zu lernen, die man sonst nicht abläuft – abgesehen von den nette Leuten, die hier dabei sind", sagt Hans-Peter Mönch aus Stetten, der bereits bei einigen Touren dabei war. Johannes Borchers ist vor zwei Jahren von Bremen nach Eriskirch gezogen und lernt seine neue Heimat langsam etwas besser kennen. "Da ist so eine geführte Wanderung natürlich perfekt", so Borchers.

Entlang zahlreicher Apfelhaine führt die Tour.
Entlang zahlreicher Apfelhaine führt die Tour. | Bild: Jan Manuel Heß

In Frenkenbach wird die urige Kirche besichtigt. Dann bietet das letzte Streckenstück noch einmal alles auf, was die Hänge entlang des Sees an Äpfeln in den verschiedensten satten Rot-, Gelb und Grüntönen und üppig behangenen Weinreben zu bieten haben. Da bekommt man direkt Lust auf einen Apfel.

Das Kirchlein in Frenkenbach ist auf dem 12. Jahrhundert, schlicht und einfach gebaut, mit unverputzten Feldsteinen.
Das Kirchlein in Frenkenbach ist auf dem 12. Jahrhundert, schlicht und einfach gebaut, mit unverputzten Feldsteinen. | Bild: Nosswitz, Stefanie

Gut, dass Sigi Krause aus dem Deggenhausertal im Rucksack welche dabei hat und diese großzügig verteilt. Mit dem Erreichen des Dorfbrunnens von Kippenhausen endet die Tour und gerne benetzt man sich Hände und Gesicht mit dem kühlen frischen Nass.

Der Dorfbrunnen in Kippenhausen bot Brigitte Roth aus Heiligenberg eine willkommene Erfrischung.
Der Dorfbrunnen in Kippenhausen bot Brigitte Roth aus Heiligenberg eine willkommene Erfrischung. | Bild: Jan Manuel Heß