Bei der vierten und letzten Sommertour in diesem Jahr zwischen Ahausen und Ittendorf lautet das Motto "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne so nah liegt". Mit Wanderführerin Sigrun Schuhmacher vom Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Markdorf, geht es entlang malerischer Pfade, die teilweise auf dem Jakobsweg liegen.

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"Ich laufe einfach gern", sagt Erwin Sauter aus Heiligenberg. Auch Erika Tüfen ist gerne in der Natur unterwegs, eine Operation habe sie aber ausgebremst. "Jetzt bin ich zum erstem Mal dabei und freue mich über die schöne Tour und nette Gesellschaft", so die Markdorferin.

Peter Zöller (Markdorf), Josef Strasser (Deggenhausertal), Helmut Kretzer (Beuren) und Erwin Sauter (Heiligenberg) freuen sich über nette Gesellschaft.
Peter Zöller (Markdorf), Josef Strasser (Deggenhausertal), Helmut Kretzer (Beuren) und Erwin Sauter (Heiligenberg) freuen sich über nette Gesellschaft. | Bild: Nosswitz, Stefanie

Mit den Bermatinger Brunachgräben und dem Markdorfer Eisweiher liegen gleich zwei Naturschutzgebiete auf der Strecke, Schloss Ittendorf ist allemal einen Blick wert und bei der Modellfluggruppe Markdorf zieht ein Flieger in luftigen Höhen seine artistischen Kreise und Schrauben. Umrahmt ist all dies von einer Fülle herrlicher Natur: Apfelhaine, Artischocken- und Kürbisfelder sowie schattenspendende Waldstücke wechseln sich ab.

Kurzer Fotostopp an Kürbis- und Artischocken-Felder: Die Artischockenblüten gehören eher zu den selterenen Anbauchgewächsen in der Region, was man ob ihrer rauhen Schönheit kaum verstehen kann.
Kurzer Fotostopp an Kürbis- und Artischocken-Felder: Die Artischockenblüten gehören eher zu den selterenen Anbauchgewächsen in der Region, was man ob ihrer rauhen Schönheit kaum verstehen kann. | Bild: Nosswitz, Stefanie

Elisabeth und Anton Huther aus Lipbach sind nur zwei von vielen Wanderern, die bei allen vier Touren in diesem Jahr dabei waren und voll des Lobes sind. "Es war sehr abwechslungsreich" so Anton Huther.

Anton Huther aus Lipbach lobt die SÜDKURIER-Wanderungen.
Anton Huther aus Lipbach lobt die SÜDKURIER-Wanderungen. | Bild: Nosswitz, Stefanie

Die beiden Naturschutzgebiete Brunachgräben und Eisweiher – beide liegen im FFH-Schutzgebiet (Flora-Fauna-Habitat) Bodenseehinterland – bieten jedes für sich seltenen Arten Lebensraum. In den Brunachgräben lebt die Helm-Azurjungfer, die in Deutschland vom Aussterben bedroht und daher streng geschützt ist.

Die Wanderschilder zeigen, dass die Gruppe auf dem richtigen Weg unterweg ist.
Die Wanderschilder zeigen, dass die Gruppe auf dem richtigen Weg unterweg ist. | Bild: Nosswitz, Stefanie

Auf dem Eisweiher-Areal leben die Heckrinder, eine in den 1920er Jahren gezüchtete Hausrindrasse, die oft fälschlicherweise als Auerochsen oder Rückzüchtigungen bezeichnet werden. Zwar bekommen die Teilnehmer weder die Helm-Azurjungfer noch die Heckrinder zu sehen, aber es gibt genug anderes zu entdecken, beispielsweise die Aussicht Richtung Gehrenberg.

Wanderführerin Sigrun Schumacher (vorne rechts) mit den Hunden Romus und Vivi hat die Streckenführung geplant.
Wanderführerin Sigrun Schumacher (vorne rechts) mit den Hunden Romus und Vivi hat die Streckenführung geplant. | Bild: Nosswitz, Stefanie

Die Markdorfer Hans-Peter Beck und Regina Henning-Beck sind eigentlich große Motorradfans. "Durch dieses Hobby kommt die Bewegung leider zu kurz. Daher dachten wir, wir machen heute etwas für unsere Gesundheit", sagt Henning-Beck.

Hans-Peter Beck und Regina Henning-Beck (rechts) im Gespräch mit Cilla Ganter.
Hans-Peter Beck und Regina Henning-Beck (rechts) im Gespräch mit Cilla Ganter. | Bild: Nosswitz, Stefanie

In Ahausen gilt der letzte Stopp der Kapelle St. Jakobus, die zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert errichtet wurde. Hier heißt es offziell Abschied nehmen, bevor es noch zur Einkehr geht.

Der Abschluss der Tour bildet die Kapelle St. Jakobus in Ahausen. Hier endet die rund dreistündige Wanderung. Anschließend geht es zur Einkehr ins Gasthaus "Frieden".
Der Abschluss der Tour bildet die Kapelle St. Jakobus in Ahausen. Hier endet die rund dreistündige Wanderung. Anschließend geht es zur Einkehr ins Gasthaus "Frieden". | Bild: Nosswitz, Stefanie