Das Markdorfer Entwicklungszentrum des Software-Herstellers SAP ist Mitglied beim Verein Toolbox Bodensee geworden. Schon seit Längerem unterstützt das SAP-Sustainability Lab in der Dornierstraße – mit seinen rund 250 Mitarbeitern eines von 15 Entwicklungszentren des weltweit agierenden Software-Konzerns – die Toolbox. „Diese Tische hier zum Beispiel, die stammen von uns“, erklärte Carlo Bevoli, Leiter des Markdorfer SAP-Entwicklungszentrums bei seinem Besuch in der Toolbox. Den einen oder anderen Rechner habe man auch schon gespendet, um den Verein zu unterstützen. Will die Toolbox doch insbesondere jenen eine Plattform bieten, die ihre kreativen IT-Ideen mithilfe professioneller Werkzeuge umsetzen möchten. Durch die SAP-Firmenmitgliedschaft und die Geldspenden des Konzerns scheint die finanzielle Zukunft des Vereins bis auf Weiteres gesichert.

Laut Carlo Bevoli verspricht man sich bei der SAP von der Firmenmitgliedschaft, „dass von der spielerischen Frische der jungen Leute hier in der Toolbox zusätzliche kreative Funken auf unsere routinierten Ingenieure überspringen“. Spielerisch-Kreatives ganz gezielt zu fördern, sei als Ziel längst angekommen in der IT-Branche, so Bevoli. Dass den SAP-Mitarbeitern das Spielerische keineswegs fremd ist, demonstrierte Bevoli anhand eines Spielzeug-Bausatzes. Ein blaues Miniaturfass lag da auf einem winzigen Förderband. Es trug einen Chip mit fingierten Informationen über seinem vermeintlich hochgiftigen Inhalt. Und diese Daten zur sicheren Lagerhaltung lassen sich nun auslesen. Etwa durch eine Datenbrille, sodass der Staplerfahrer sofort sieht, wohin er das Fass fahren muss. Die Kinder-Baustein-Konstruktion dient so als Versuchsmodell fürs Ausprobieren von Wegen des Arbeitsschutzes.

„Mit solchen Virtual-Reality-Brillen experimentieren wir in unseren d-Shops“, erklärte Bevoli. Das „d“ stehe für Development (Entwicklung), weil die SAP-Mitarbeiter neueste Elektronikgeräte dort auf weitere Verwendbarkeit hin testen. Als anderes Beispiel dafür nannte der SAP-Manager kleine Navigationsgeräte für Innenräume, mit deren Hilfe sich aber auch Raumtemperatur oder Luftfeuchtigkeit auslesen und auf Rechner oder Handys übertragen lassen. Ein halbes Dutzend dieser „I-Beacon“ genannten elektronischen Leuchtfeuer machte Bevoli der Toolbox zum Geschenk. Beides, Datenbrille und I-Beacons, zähle zum sogenannten Internet der Dinge, in dem Alltagsgegenstände miteinander oder mit ihren Benutzern kommunizieren. Dem Staplerfahrer mit dem blauen Fass auf der Gabel zeige seine Datenbrille dank der elektronischen Leuchtfeuer etwa an, dass er an bestimmten Stellen seinen Hörschutz aufsetzen muss. All dies Informationsmanagement, das die Arbeitssicherheit betrifft – und auf durchaus spielerische Weise im SAP-d-Shop entwickelt.

Gemeinsame Entwicklungen von SAP und Toolbox gebe es auch schon. „Wir machen da gerade etwas für die Jakob-Gretser-Grundschule“, deutete Carlo Bevoli an. Näheres wollten aber weder der SAP-Mann noch Thomas Kekeisen, Vizevorstand von der Toolbox, verraten.


Die Toolbox

Der Verein Toolbox Bodensee verfolgt das Ziel, den IT-Interessierten aus dem Bodenseeraum hochwertige Gerätschaften zur Verfügung zu stellen, damit sie damit ihre innovativen Ideen umsetzen können. Er befasst sich darüber hinaus mit den neuen Medien – lotet deren Chancen und Risiken aus. Die Toolbox bietet regelmäßige Weiterbildungen, Workshops und Vorträge an. Seine Mitglieder arbeiten in der Kreaktiv-Werkstatt in der Bergheimer Straße 4. Informationen im Internet: http://toolbox-bodensee.de

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