Anlässlich der Rallye "Seegefrörne" haben 35 teilnehmende Teams – in der Regel bestehend aus Fahrer und Beifahrer – in Markdorf eine durchaus kniffelige Wertungsprüfung zu absolvieren. Denn es gilt, einen Führerscheinfragebogen für die Theorieprüfung aus dem Jahr 2012 möglichst fehlerfrei zu beantworten.

"Tolle Fahrzeuge zu sehen"

"Jeder Fehler auf dem Bogen wird mit einer Minute auf die Gesamtzeit des Teams draufgeschlagen", erklärt Oldtimerfreund Prawatschke. Für ihn und die Meersburger Oldtimer-Freunde, mit denen er das Ereignis organisiert, ist es immer wieder eine besondere Freude, die Rallye-Teilnehmer begrüßen zu dürfen. "Es ist einfach schön, diese ganzen tollen Fahrzeuge sehen zu können", schwärmt Prawatschke.

Als Wertungsaufgabe muss ein 2012er Führerschein-Fragebogen ausgefüllt werden.
Als Wertungsaufgabe muss ein 2012er Führerschein-Fragebogen ausgefüllt werden. | Bild: Jan Manuel Heß

Während die Köpfe der Teilnehmer bei der Wertungsprüfung rauchen, bestaunen Zuschauer die parkenden Klassiker: VW-Käfer, Mercedes W 123, Alfa-Romeo Spider und etliche weitere Schönheiten aus vergangenen Zeiten, in denen noch Autos mit Charakter gebaut worden sind. Martin Schobel und Sohn Elias haben reichlich Spaß. "Elias ist zwar erst fünf, aber kennt sich schon ziemlich gut mit Oldtimern aus. Sein Lieblingsauto ist ein Austin Princess Vanden Plas aus den 60ern. Davon hat er ein Modell, mit dem er am liebsten spielt."

Das fleißige Service-Team umsorgt mit viel guter Laune und reichlich hausgemachter Suppe die Rennteams (von links): Mylo, Sabine Fliess, Ruth Prawatschke, Ulli Lüdke und Katja Neuser.
Das fleißige Service-Team umsorgt mit viel guter Laune und reichlich hausgemachter Suppe die Rennteams (von links): Mylo, Sabine Fliess, Ruth Prawatschke, Ulli Lüdke und Katja Neuser. | Bild: Jan Manuel Heß

Irina Wrettos ist als Tourbegleiterin für den Veranstalter "Oldtimerland Bodensee" dabei und behält bei jeder Station den Überblick, kümmert sich um Organisatorisches und zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf der Rallye sehr zufrieden.

Gemeinschaft Geleichgesinnter

"Start war heute Morgen in Hohenems in Österreich und alle Teams sind sehr gut durchgekommen, wir liegen bestens in der Zeit." Aber insgesamt gehe es ja weniger um die schnellste Zeit, "sondern um den Spaß und das Erlebnis", erklärt Wrettos. Man verstehe sich als große Gemeinschaft und erfreue sich daran, mit gleichgesinnten das Hobby an den alten Autos zu teilen, zwischendurch etwas zu fachsimpeln und die schönen Landschaften zu genießen.

Road-Book ist unverzichtbare Hilfe

Um das zu gewährleisten und damit sich die Teams nicht unnötig verfahren, ist im "Road-Book" die gesamte Strecke detailliert abgebildet. Jede Kreuzung, Abbiegung, Kurve und die jeweiligen Straßenabschnittslängen sind gelistet und werden vom Beifahrer vorgelesen.

Vorab drei bis vier Testfahrten

"Vor jeder Rallye werden die Strecken drei- bis viermal abgefahren, um wirklich sicher zu gehen", erläutert Wrettos. Und wenn das einmal nicht der Fall sein sollte, "stelle ich mich selbst an eine Abzweigung und weise allen die richtige Richtung." Nach gut einer Stunde ist der Trubel auch schon vorbei, alle Teams sind auf dem Weg zur nächsten Station: das Traktormuseum in Uhldingen-Mühlhofen.