Die gute Nachricht zuerst: Alle Teilnehmer des Projektes, das im Markdorfer Mehrgenerationenhaus stattfand, haben den Handwerksführerschein erhalten und sind glücklich. "Das hat schon Spaß gemacht", erzählt Julian. Der Achtjährige sowie fünf weitere Kinder haben an diesem Angebot teilgenommen, das in den Ferien im Mehrgenerationenhaus (MGH) stattgefunden hat.

Handwerkliche Fähigkeiten erlernt

"Die Kinder sollten mit ihren eigenen Händen etwas schaffen und dafür auch die entsprechende Aufmerksamkeit bekommen", sagt Renate Hold vom MGH-Leitungsteam. Beim Handwerksführerschein galt es Fertigkeiten wie bohren, flechten, löten, sägen, schrauben und hämmern zu erlernen. In der ersten Woche Anfang August bauten die Kinder hölzerne leuchtende Blumen, in der zweiten und letzten Ferienwoche ist ein Insektenhotel entstanden. "Zuerst haben sie alleine etwas gemacht und nun ist zusammen im Team etwas entstanden", berichtet Hold.

Kinder vom Bohren begeistert

Die Kinder sind stolz auf das Insektenhotel. Vor allem das Bohren stand bei allen hoch im Kurs. "Es war nicht einfach, die Löcher gerade zu bohren", sagt Julian über die Herausforderung. Aber auch Jonathan und Francesco sind der Ansicht, dass das Bohren am meisten Spaß gemacht hat.

Tipps von Betreuern erhalten

"Sie haben natürlich alle eine intensive Anleitung von uns bekommen und ihre Sache dann sehr gut gemacht", erzählt Marco Fandel, der das Projekt mit Willy Schuster ehrenamtlich betreut hat. Elisa, die gemeinsam mit Melike Teile aus Ton hergestellt hat, ist nun gespannt, welche Insekten das Hotel nutzen werden. "Es ist unter anderem für Bienen, Wespen und Schmetterlinge bestimmt", sagt die Zehnjährige.

Projekt auf drei Jahre angelegt

Neben dem Handwerksführerschein gehören noch der Skulpturengarten und das Mädchen-Technik-Lab zu den Angeboten des dreijährigen Projektes "Zukunft-Werkstatt-Gestalten", das mit 40 000 Euro von der Stiftung Kinderland und der Wiedeking-Stiftung unterstützt wird, damit Kindern das Handwerk nahe gebracht werden kann. Im Mehrgenerationenhaus hat das bereist bestens funktioniert. Julian weiß auch schon, wo sein Handwerksführerschein einen Platz bekommt: Über dem Bett. Und Francesco möchte ihn seinem Opa schenken.