Was den mittelalterlichen Mönchen recht war, ist Pia Brugger billig. Auch die Gemüsehändlerin aus Hepbach zieht Rosmarin in ihrem Garten. Sie lässt den Lippenblütler in ihrer Kräuterschnecke wachsen, weil Rosmarin ein wunderbares Gewürz vor allem für Wild sei, aber auch für anderes Fleisch oder für Fisch oder Geflügel.

Gegen Würmer, Gelbsucht und schwächelndes Gemüt

Den Mönchen war das sicherlich ebenfalls bekannt. Vor allem aber schätzten die mittelalterlichen Klosterbrüder und wohl auch -schwestern Rosmarin als Heilkraut. Es helfe gegen Würmer, es helfe gegen Gelbsucht – desgleichen bei schwächelndem Gemüt. Es stärke die Sinne und wirke sich positiv auf die Gedankentätigkeit aus – so heißt es in alten Kräuterbüchern. Ach ja, und bei Verdauungsproblemen sei es ebenfalls dienlich.

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Rosmarin als Symbol einer immerfort glücklichen Ehe

Solche Heilwirkung hat Pia Brugger jedoch nicht im Blick. Ihr immergrüner Rosmarin wächst neben Minze, Dill und Knoblauch. Das legt den Einsatz als Küchenkraut nahe. Apropos immergrün: Einst hielten Hochzeitspaare Rosmarinzweige in den Händen – als Symbol und Versprechen einer immerfort glücklichen Ehe. Nicht umsonst wurde Rosmarin auch als „Hochzeitskraut“ bezeichnet.

Zweige aromatisieren auch Olivenöl

Pia Brugger bereitet sich ihr Rosmarinöl selber zu. Sie legt die frisch geernteten Zweige in Olivenöl ein und wartet zwei, drei Tage. Solches Kräuteröl ist dann im Geschmack etwas milder als das Gewürz mit seiner rauchig-harzigen Note. Die jedoch passt hervorragend zur mediterranen Küche.